Chefchaouen

Chefchaouen

 

Das kleine Bergdorf Chefchaouen am Fuße des Rifgebirges ist ein wahrgewordener Traum aus 1001 Nacht – nun ja, ein blau weißer Traum!

Zwischen bunt leuchtenden, handgebwebten Teppichen, duftenden Tajinetöpfen und freundlichen Kätzchen kann man sich hier ganz gemütlich in die engen, verwinkelten Gässchen der Medina stürzen.

In der kompakten, autofreien Altstadt der “blauen Perle Marokko’s” sind alle Gebäude in weiß oder Blautönen gestrichen- ausnahmslos! Ein wundervoller Anblick!

 

 

Entlang der am meist frequentierten Sträßchen haben sich zahlreiche kleine Shops und Händler niedergelassen. Hier findet man schönes, traditionelles Kusthandwerk. Teppiche, Lederpoufs, Arganöl, Schnitzarbeiten, handgeschöpfte Seifen… Die Verkäufer sind unaufdringlich, die Preise verhandelbar. Im Gegensatz zu den vollen Medinas der großen Königsstädte, kann man hier in aller Seelenruhe bummeln.

Lediglich die Marihuana-Dealer sind lästig. Chefchaouen liegt am Rande des nordmarokkanischen Rifgebirges – dem weltweit größten Produzenten von Cannabis. Es verwudert also wenig, dass man hier 5 Mal am Tag auf Haschisch angesprochen wird – vor allem als junge Traveller. Doch nach einem freundlichen “Non, merci” verschwinden die Dealer dann auch wieder.

 

 

Am zentralen Hauptplatz, dem Place Uta el Hammam, findet man zahlreiche kleine Restaurants und Cafés. Hier kann man gemütlich bei einem Minztee sitzen und das bunte Treiben beobachten. Eine tolle Adresse ist das modern HAMSA mit einer luftigen Dachterasse.

Da der Tourismus in Chefchaouen noch in den Kinderschuhen steckt, wirken die Restaurants und Riads der Altstadt noch sehr authentisch und recht einfach. Man muss relativ lange suchen, bis man eine schicke, durchgestylte Unterkunft, wie es sie zB. in Marrakech gibt, findet. Chefchaouen wirkt dafür unverfälschter, echter.

 

 

Für einen Aufenthalt in Chefchaouen würde ich 2-3 Tage einplanen. Dann hat man genug Zeit durch die verwinkelten Gassen zu spazieren, sich auch einmal zu verlaufen und unsterblich in die blau weißen Winkel und Ecken zu verlieben.

Achtung: Chefchaouen ist ein Bergdorf und terrassenförmig angelegt. Sprich: hier ist es nicht gerade flach. Es gibt zahlreiche Treppen. Bei einem gemächlichen Bummel durch die Medina legt man ein paar Höhenmeter zurück 😉

 

Tipp für Souvenirjäger:

Wer mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs ist, kann an der Hauptstraße von Chefchaouen nach Tanger (N2) an den vielen Verkaufsständen tolle Tonwaren kaufen. Hier gibt es von Tajinetöpfen bishin zu handbemalten, kunterbunten Schüsseln, Aschenbechern oder Windlichtern alles was das Interiorherz begehrt – und das zu unschlagbaren Preisen! Dieser Zwischenstopp liegt sehr, sehr günstig, wenn man auf dem (Heim-)Weg zum Fährhafen von Tanger ist und man im Auto noch ein wenig Platz für Souvenirs hat. (Die meisten Stücke hier kommen direkt aus Marokko’s Keramikmekka Safi.)

 

Facts:

  • Chefchaouen wird übrigens “Schafschauen” (oder kurz “Schauen“) ausgesprochen. Hier leben rund 45.000 Einwohner.
  • die blaue Farbe der Häuser soll vor dem bösen Blick schützen.
  • früher kamen viele Hippies nach Chefchaouen (weil man hier leicht an kif kam). Heute sind es vermehrt Tagesausflügler und Reisegruppen.

 

Anreise:

Das Berberdorf Chefchaouen ist rund 60km von Tétouan, 110km von Tanger und rund 210km von Fès entfernt. (Das Städtchen wird auf Landkarten auch oft als “El Aaiún” bezeichnet.)
Wer mit dem eigenen fahrbaren Untersatz anreist, muss den an einem der bewachten (kostenpflichtigen) Parkplätze abstellen – die Altstadt ist nämlich autofreie Zone

 



 

 

 

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1 Kommentar

  1. Lukas
    2. Januar 2019 / 10:42

    Wow cool

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