Marokko – good to know

 

MAROKKANISCHE GELASSENHEIT

In Marokko drehen sich die Uhren etwas anders, als in Europa. Hier geht alles etwas langsamer und gemächlicher voran, als wir es vielleicht gewohnt sind. Das kann erfrischend wirken – einem jedoch auch zur Weißglut treiben. Hier geschieht alles “Inshallah” – “so Gott will”.
Am besten nimmt man es mit Humor und schließt sich der marokkanischen Leichtigkeit an – man ist schließlich im Urlaub.

SPRACHBARRIEREN

In Marokko wird arabisch gesprochen. Zweitsprache ist Französisch. In Touristenhochburgen spricht man auch Englisch. Die Verkäufer in den berühmten Souks sprechen alle Sprachen, die ihre Kunden auch sprechen.
Außerhalb der Metropolen und Touristen-Hotspots wird es schwieriger. Hier sprechen die Einheimischen nur arabisch und wenn man Glück hat ein wenig Französisch.

SICHERHEIT

Marokko gilt als sicheres Reiseland und ist das stabilste Land im nördlichen Afrika.
Übergriffe auf Touristen sind sehr selten. Trotzdem sollte man die üblichen Sicherheitsmaßnahmen beachten (seine Rolex nicht gerade offen zeigen, Kameras nicht unbeaufsichtigt auf dem Tisch lassen, nur wenig Bargeld mit sich führen). Im Gewusel der Medinas auf die Handtasche aufpassen.

Wir selbst haben uns während unserer 1 monatigen Reise durch Marokko stets sehr, sehr sicher gefühlt.

 

FRAUEN

Ein Thema über das man sich streiten kann… Man hört die verschiedensten Geschichten über weibliche Reisende in Marokko.

Ich kann nur von meinen persönlichen Erfahrungen sprechen. Ich bin zusammen mit meinem Freund durch Marokko gereist. Ich habe mich als Frau in Marokko nicht eine Sekunde lang unsicher oder irgendwie “belästigt” gefühlt – im Gegenteil. Ich wurde stets mit großer Freundlichkeit und einem gewissen “Respekt” empfangen. Selten kam es vor, dass marokkanische Männer nicht auf meine Fragen antworteten, sondern sich an meinen Freund wandten – doch das lag nicht an Unhöflichkeit, sondern an ihrer muslimischen Erziehung.

Ich habe nach dem ersten Tag in Marokko auch kein Kopftuch mehr getragen – nicht weil ich es nicht wollte, sondern weil ich bemerkte, dass es nicht nötig war. Viele marokkanische Frauen selbst (vor allem die jüngere Generation in den Städten) tragen kein Kopftuch mehr. In und an religiösen Stätten ist es jedoch ratsam ein Tuch bei sich zu und es evtl. locker um den Kopf zu tragen.

Aufreizende Kleidung (sehr eng anliegend, kurz, tief ausgeschnitten) ist natürlich tabu. Es wird einem als Reisende zwar verziehen – gerne gesehen ist es dennoch nicht.

INTERNET

Wifi gibt es meist nur in den Hotels und Riads der Touristenhochburgen. Sehr selten findet man Wifi auch in einem Restaurant.

Wer länger in Marokko bleiben und die Touristen-Hotspots verlassen möchte, sollte sich eine marokkanische SIM Karte besorgen. Die gibt es an Flughäfen, Fährterminals, vielen großen Mariane Supermärkten und in quasi jedem “Tante Emma Laden” um die Ecke (der Verkäufer richtet einem auch die neue SIM Karte ein).

Wir haben für eine SIM Karte von Maroc Telecom für 1 Monat rund 20€ für 20GB bezahlt.
In Marokko sind mobile Daten auch für die Navigation in den verwinkelten Gässchen der Souks sehr hilfreich.

 

WETTER

Das Wetter in Marokko lässt sich grob in zwei Kategorien einteilen: nördlich des Hohen Atlas herrscht mediterranes Klima. Sprich: wenn es im Winter in Europa kalt ist, ist es im nördlichen Marokko auch relativ kalt. Man sollte daher immer warme Kleidung mit sich führen.
Südlich des Hohen Atlas wird das Klima von der Sahara beeinflusst. Hier ist es das ganze Jahr über deutlich wärmer und im Sommer glühend heiß. Beachten: auch in der Wüste kann es nachts sehr kalt werden! Immer warme Kleidung mit sich führen.
In den Gebirgen selbst herrscht alpines Klima. Im Winter schneit es, im Sommer ist es schön kühl.

GELD

In Marokko wird mit Marokkanischem Dirham bezahlt.
11 Dirham entsprechen ca. 1 € (Stand Dezember 2018). In allen großen Städten, an den Flughäfen, Fährterminals und Touristen-Hotspots gibt es Wechselstuben, Banken und ATMs. An Straßenständen, fliegenden Händlern und Souks ist es jedoch auch möglich mit Euro zu bezahlen – es wird meistens pauschal mit 1€ für 10 Dirham berechnet. Doch Achtung: es werden nur unbeschädigte Euro Geldscheine angenommen (selbst Banken können beschädigte Scheine nicht wechseln).

Achtung: außerhalb der großen Städte und in Souks ist es oft nicht möglich mit Karte zu bezahlen! Auch an Tankstellen und in normalen Supermärkten wird oft nur Bargeld akzeptiert. 

 

 

Alles, was du über marokkanische Straßen, Parkmöglichkeiten, das Fahrverhalten der Einheimischen und mögliche Gefahrenquellen wissen solltest, findest du hier!