unser Reisemobil: Moose

unser Reisemobil: Moose

 

Im Oktober 2018 ist unsere kleine Reisegruppe um ein Mitglied gewachsen. Nach langem Hin und Her haben wir uns ein neues Reisefahrzeug gekauft. Und was für eines! 😉
Hier möchten wir dir unsere geliebte “MOOSE” vorstellen.

Eine schon etwas ältere, ergraute, italienische Dame, die nun mit uns durch die Weltgeschichte tingelt. Es gibt zwar ein paar kleine, äußerliche Schönheitsmakel, aber auch  sehr viel Charme. Moose ist mit rund 83 PS zwar nicht die Schnellste, aber stetig und solide kommt sie trotzdem überall hin.


 

Im Sommer 2018 trafen wir sie zum aller ersten Mal. Es war ein regnerischer Nachmittag. Und inmitten von anderen Offroadern, Lieferautos und neuen Wohnmobilen stand sie da. Rückblickend war es wohl Liebe auf den ersten Blick.

Ich (Valeria) erinnere mich noch gut an die erste Probefahrt. Lukas und der Autoverkäufer vorne und ich hinten auf der staubigen Rückbank. Ich strich über die graue, weiche Polsterung. Ich ließ meinen Blick durch das Fahrzeug schweifen, entdeckte kleine Risse und Dellen und rostige Schrauben. Und aus irgendeinem mir rational vollkommen unerklärlichen Grund fühlte es sich doch
‘richtig’ an.

Nach der Probefahrt entschieden wir uns erst gegen Moose. Zu alt, zu schwach, zu teuer … doch irgendwie ließ sie uns nicht los. Und wahrscheinlich war es Schicksal, dass sie bei unserem zweiten Besuch einige Monate später immer noch auf demselben Parkplatz stand. Sie hatte tatsächlich auf uns gewartet.

Und jetzt, rund 1 Jahr und 30.000km später, fühlt es sich immer noch ‘richtig’ an.

 


So viel zu Moose und dazu wie sich unsere Wege kreuzten. Aber Moose wäre für uns als Reisemobil nur halb soviel wert, wenn sie nicht ein wunderbares, kleines Schneckenhaus mit sich herumfahren würde.
Unsere kleine Wohnkabine war nicht von Anfang an mit dabei.

Als wir Moose kauften, besorgten wir uns für unseren ersten Trip ein gebrauchtes, kleines Dachzelt. Mit der Pickup-Dachzelt Kombi reisten wir bis nach Marokko. Die, mit einem Hardtop geschlossenen, Ladefläche funktionierten wir als “Schrank” um (sprich: wir stopften da alles irgendwie rein). Die Dachzelt-Kombination war ganz okay, für uns aber nicht wirklich das Gelbe vom Ei.

 


Und so kam es, dass wir uns direkt nach unserer Marokkoreise eine gebrauchte, kleine, selbst gebaute Wohnkabine kauften. Wir hatten sehr, sehr großes Glück eine preiswerte, recht gut erhaltene Wohnkabine zu finden, die a) auf unseren Pickup passt und b) mit rund 4 Stunden Fahrt nicht allzu weit entfernt war.

Also packten wir die Spanngurte ein und fuhren nach Mailand. In der hintersten Ecke einer riesigen Lagerhalle voller schrottreifer Unfallwagen, die die italo-rumänischen Mechaniker wieder reparieren und dann verkaufen wollten,  stand sie: unser neues Zuhause.

Von außen klein, von innen erstaunlich geräumig mit allem was man braucht: Bett, Tisch, Kochecke, Stauraum, Fenster. Sie war perfekt. Naja, fast jedenfalls. Vor dem Aufladen, mussten wir auf beiden Seiten der Wohnkabine ein jeweils rund 10cm tiefes Loch herausschneiden, damit sie überhaupt auf unsere Ladefläche passte. lol 😀

 


Und dann hatten wir sie, unsere Traumkombi 🙂 Was folgte, waren ein aufregender Trip bis nach Albanien und  unzählige Arbeitsstunden, um den Wagen zu optimieren und die Kabine nach und nach nach unseren Vorstellungen umzubauen.

Ach ja übrigens, den Namen ‘Moose’ bekam unser Wagen, wegen dem Nummerschild, das mit “M O” beginnt (aber eigentlich für die italienische Stadt  “Modena” steht) und weil wir von Anfang an fanden, dass der Wagen richtig groß und stark und unzerstörbar aussah – eben wie eine Elchkuh 😉 haha

Unsere Wohnkabine hat bis jetzt noch keinen offiziellen Namen … wir dachten so an ‘Choco’ – dann wär’s also: “Choco” und “Moose” – sprich ‘Schokomousse‘ 😉 Was für ein Wortspiel! haha

 

 

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Für die Schrauber und Technikfans gibt’s hier noch einige Zahlen und Infos zum Wagen und zu den bereits vollbrachten Reparaturen/Veränderungen:

 

  • 1990 Toyota Hilux LN105 Doublecap
  • 83PS
  • 2.4 Saugdiesel
  • zuschaltbares 4×4 mit Freilaufnaben (die Freilaufnaben wurden später von uns hinzugefügt)
  • Limit Slip Differenzial auf der Hinterachse
  • 287.000km bei Kauf (jetzt ca. 317.000km)
  • BF Goodrich Mud Terrain KM3 (bei Kauf hatte der Wagen Schlauchreifen und Sprengringfelgen)
  • Verstärkte Federn (Ironman Fahrwerk 300kg Zuladung)
  • Distanzscheiben (3,8cm)
  • Erhöhte Watttiefe (Schnorchel, Höherlegung 5cm, Differenzial- und Getriebeentlüftungen erhöht, Luftansaugung und Elektronik mit Silikon abgedichtet)
  • Zusatzbatterie 74ah mit automatischem Relay
  • Die Fußbodenverkleidung (Leder + feuchtes Fließ)  haben wir komplett herausgerissen und den Fußboden  mit Schutzlack bestrichen. Wir haben uns gegen eine neue, komplette Fußbodenverkleidung entschieden und dafür nur kleine Fußmatten (wie man sie im Baumarkt bekommt) vor die Sitze gelegt. So kann der Boden bei tiefen Wasserdurchquerungen immer schön auftrocknen, man vermeidet Rost und kommt leichter an die Ablaufstöpsel.
  • LED Scheinwerfer (zum Stromsparen) + 2 runde Zusatzscheinwerfer
  • Neigungsmesser
  • Dashcam inkl. Rückfahrkamera

 

Zusätzliches Equipment:

2x Sandbleche (GFK Waffleboards)
Luftkompressor
Schaufel
4x Schneeketten
Hydraulischer Wagenheber
Spanngurte
Reifenreparaturset











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