Fès Sehenswürdigkeiten

Fès Sehenswürdigkeiten

 

Fès und seine Medina strotzen nur so von kulturellen Highlights und Sehenswürdigkeiten. Paläste, Gärten und quirlige Souks. Viele der Attraktionen sind zu Fuß zu erreichen, andere liegen etwas abseits. Am besten nimmt man sich 2 Tage Zeit und taucht ein in eine bunte, chaotische Welt aus Teppichen, Lederpantoffeln und Eselskarren.

 

Souks

Fès Hauptattraktion sind seine endlosen, vollgestopften Marktstraßen. Hier gibt es von Perserteppichen bis Messinglampen alles, was das Herz begehrt. Die Medina von Fès und ihre verwinkelten Sträßchen und Sackgassen kann sehr verwirrend sein. Früher oder später wird man sich hier verlaufen – doch das gehört wohl zum ultimativen Fès Erlebnis mit dazu. Am besten hält man sich am Anfang an die zwei “Haupteinkaufsstraßen”, die Talaa Kebira und die Talaa Seghira.

Tipp: Google Maps und die freundlichen Ladenbesitzer sind die besten Orientierungshilfen.

Ein toller Souk in der Medina sind die Lebensmittelstände östlich des Bab Bou Jeloud (nahe dem Café Clock). Hier gibt es von lebenden Hühnern, Oliven, frischen Fisch und streunenden Kätzchen alles, was irgendwie irgendwann in einen Kochtopf wandern könnte.

 

Die Chaouwara – Gerbereien

Die berühmten Chaouwara Gerbereien sind wohl eines der größten Touristenmagnete der Medina und wirklich sehenswert. Hier bekommt man einen tollen Eindruck, wie hochwertiges Leder hergestellt wird – mit Methoden, die sich seit dem Mittelalter kaum geändert haben.

In den unzähligen Bottichen, die mit verschieden farbigen Flüssigkeiten gefüllt sind, wird mit bloßen Händen eifrig “herumgerührt” – ein absolut fesselnder Anblick und tolles Fotomotiv.

Für die Besucher gibt es zahlreiche Aussichtsterrassen an den umliegenden Häusern, von denen man einen tollen Blick auf die Gerbereien genießt (die beste ist übrigens bei Tür Nr.10). Findige Geschäftsmänner haben natürlich vollgestopfte Lederwarenshops in die Gebäude rund um die Gerbereien gebaut. Man muss durch diese hindurch gehen, um zu den Terrassen zu kommen. Hier gibt es buchstäblich alles, was man aus Leder herstellen könnte: Jacken, Taschen, Schuhe, Poufs – in allen Formen, Farben und Größen. Die Auswahl ist wirklich unglaublich (nirgendwo sonst in Marokko ist sie größer)!

 

 

Vor unserer Reise hörten und lasen wir von regelrechten Horrorgeschichten dieser Lederwarengeschäfte und ihrer drängenden Verkäufern – die wir NICHT bestätigen können!

Der Blick von den Terrassen ist kostenlos. Natürlich möchten die Ladenbesitzer gerne etwas verkaufen, doch Touristen, die wirklich kein Interesse an den Sachen haben und zeigen, werden eigentlich weitestgehend in Ruhe gelassen. Vielleicht wird man nach einem kleinen Trinkgeld gefragt.

Übrigens: das Gerbverfahren ist relativ geruchsintensiv. Die Ladenbesitzer statten alle Besucher mit frischen Minzzweigen aus, die man sich gegen den Gestank vor die Nase halten kann. (Bei unserem Besuch war der Geruch jedoch nicht sonderlich schlimm.)

 

Medersa el Attarine

Per Zufall standen wir plötzlich vor dieser wunderschönen Koranschule in der Medina von Fès.

Sie wurde um 1924 erbaut und war bis ins 20. Jh in Betrieb.

Der große, luftige Innenhof mit Springbrunnen ist über und über mit schönen Mosaiken und filigranen Holzverzierungen übersät – ein wirklich toller Ort!

Der Eintritt beträgt rund 2€ pP.

 

Der Königspalast

Der Königspalast bzw. sein atemberaubendes Eingangsportal in der Neustadt von Fès lohnt einen Besuch. Der Palast selbst ist nicht öffentlich zugänglich. Besucher können aber die massiven, verzierten Messingtüren an der Place des Alaouites bestaunen. Ein wahrlich gigantischer Anblick und tolles Fotomotiv!

Hier herrscht erstaunlicherweise sehr, sehr wenig Andrang.

Übrigens: der Blick auf das Eingangsportal des Königspalastes ist kostenlos 🙂

 

Aussichtspunkt an den Merenidengräbern

Dieser schöne Aussichtspunkt im Norden der Stadt liegt direkt an den zerfallenden Merenidengräber und deren Ruinen. Er bietet wahrliche Traumblicke auf die gesamte Medina, das Häusermeer, die umliegenden Hügel und die schneebedeckten Gipfel des Atlas am Horizont.

Wer etwas Ruhe sucht, ist hier richtig – denn hier ist sehr wenig los.

Tipp für Reisende mit eigenem Fahrzeug: man kann theoretisch bis ganz nach oben zu den Ruinen auf dem Hügel fahren (tun die Einheimischen auch). Vielleicht gibt es jemanden, der um eine kleine “Parkgebühr” fragt, vielleicht auch nicht.

 

 

 

 

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.