Khao Sok Nationalpark – von Elefanten und Spinnen

Khao Sok Nationalpark – von Elefanten und Spinnen

Der Khao Sok Nationalpark beheimatet den angeblich letzten, unberührten Regenwald Thailands. Es soll dort noch wilde Elefante, Tiger und Leoparden und unzählige endemische Pflanzenarten geben. Er ist relativ schwierig zu erreichen, sehr abgeschieden und wenig frequentiert und touristisch – perfekt für uns! Dichter, sattgrüner, ursprünglicher Dschungel, unbekannte Tiere und Pflanzen, versteckte Wasserfälle, Höhlen und ein riesiger See mit einem Dorf aus Pfahlbauten, in dem man sich fühlt, als wäre man auf einem anderen Planeten.

Wir flogen nach Phuket und suchten uns am Flughafen ein Taxi, das uns den ganzen Weg bis in den Nationalpark bringen würde (die Suche war schwieriger als gedacht, doch nach ein paar Preisverhandlungen ließ sich schließlich ein Taxifahrer finden). Die Straße schlängelte sich an der Küste entlang und führte uns schließlich immer tiefer in den Regenwald – immer weiter weg von jeglicher Zivilisation.

Spinne – Night Safari im Khao Sok Nationalpark

Schließlich kamen wir an unserem Hotel an, das aus ein paar Baumhäusern und einem Haupthaus bestand. Die einzelnen Hütten waren zwar sehr einfach, doch schön in den Dschungel eingebettet. Sobald es dunkel wurde, erwachte der Regenwald zum Leben. Es zirpte und quakte unentwegt und war manchmal wirklich sehr, sehr laut. Oft sprangen auch irgendwelche unbekannten Tiere auf dem Dach unseres Baumhauses herum und jagten uns einen ganz schönen Schrecken ein. Die Nächte in der Hütte mitten im Wald waren echt äm… besonders und unvergesslich.

Im Haupthaus gab es von köstlichen Bananapancakes am Morgen bis scharfem Curry am Abend alles, was das Herz begehrte und der überaus herzliche Besitzer fuhr uns kreuz und quer durch den Nationalpark und organisierte für uns die tollsten Ausflüge.

Elefantenreiten im Khao Sok Nationalpark

Einmal konnten wir mit Elefanten durch den Regenwald reiten, ein anderes Mal unternahmen wir eine aufregende „Night Safari“. Dafür begaben wir uns mit einem Guide und ein paar Stirnlampen mitten in der Nacht in den stockfinsteren Dschungel und wanderten auf der Suche nach möglichst großen Tieren umher. Es war ein wirklich tolles Erlebnis – beängstigend, aber unvergesslich. Wir sahen sehr viele große Spinnen und andere Krabbeltierchen, doch leider (oder Gott sei dank?) keine der großen Schlangen oder Raubkatzen.

stürmische Bootsfahrt auf dem Chieo-Lan-See

Ein weiteres Mal machten wir einen Ausflug zum riesigen Chieo-Lan-See mitten im Nationalpark (er ist eigentlich ein Stausee und mit rund 165km² wirklich gigantisch groß). Wir fuhren mit einem ratternden Longtailboot auf dem See herum. Hier und da ragten Baumstämme aus dem Wasser, die Hänge waren mit dichtem, grünen Regenwald bedeckt. Die Szenerie war wirklich atemberaubend schön. Irgendwann fing es an zu regnen. Passendes Wetter für einen Dschungel, doch die Bootsfahrt wurde durch die großen Tropfen, die uns ins Gesicht schlugen nicht gerade angenehmer.

Irgendwann kamen wir zu einem malerischen Dorf aus Pfahlbauten. Es bestand aus mehreren einzelnen Hütten, in denen man auch übernachten hätte können, und einem Haupthaus, in dem sich ein Restaurant befand. Wir aßen und plantschten im warmen Wasser des Sees herum.

Pfalbauten des Chieo-Lan-Sees

Später wanderten wir an mehreren Wasserfällen entlang durch den Dschungel und machten Bekanntschaft mit unzähligen, lästigen und teils schmerzhaften Blutegeln (am besten geschlossene Schuhe und lange Hosen tragen). Wir kamen irgendwann zu einer Höhle, aus der ein kleiner Fluss floss. Jeder, der sich traute durfte mit einer Stirnlampe dem Flusslauf in die Höhle hinein folgen. Am Anfang war sie hoch und breit und das Wasser nur knöchelhoch, doch schon nach wenigen Metern verengte sich die Höhle immer mehr und der Wasserstand stieg. Irgendwann konnte man sich nur mehr schwimmend fortbewegen.

Wer sich in der Dunkelheit noch weiter traute, konnte dem Guide bis ganz ans Ende der Höhle folgen. Dort wartete ein malerischer Wasserfall mit leuchtend azurblauem Wasser auf die Traveler. (später erfuhren wir, dass mittlerweile wohl schon einige Reisende in dieser Höhle ertrunken wären, da der Wasserstand bei Regenfällen drastisch ansteigen könne. Es ist also jedem selber überlassen, ob er dieses Risiko eingehen möchte.)

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