Ko Kradan – kleines Paradies in der Andamanensee

Ko Kradan – kleines Paradies in der Andamanensee

Die winzige Insel in der Andamanensee ist ein wahres Paradies und einer unserer Lieblingsplätze auf der Welt. Klares Wasser, ein schönes Riff voller bunter Fische, dichter Dschungel, weißer, feiner Sand und das Beste: nur sehr wenige Touristen verirren sich hierher. Spaziergänge am menschenleeren palmengesäumten Strand, kleine Einsiedlerkrebse laufen einem kreuz und quer vor die Füße, bunten Fische schwimmen in den glitzernden Wellen. Bei Ebbe zieht sich das Wasser sehr weit zurück und legt einige Korallen und schöne Sandbänke frei, auf denen man hinauslaufen kann. Versteckte, kleine Pfade schlängeln sich durch den dichten, sattgrünen Wald – Vögel zwitschern, Zikaden zirpen.

Die kleine Insel ist am einfachsten mit einer Fähre (zB. Tigerline) oder einem Longtailboot von Trang oder einer der Nachbarinseln (Ko NgaiKo Mook) aus zu erreichen. Auf Ko Kradan gibt es nur 4-5 „Resorts“, keine Straßen, keine Autos, keine Läden. Bars und Restaurants gibt es nur in den Resorts selbst (dabei reicht die Palette von ultra luxuriös bis sehr, sehr einfach). Manchmal gibt es dort auch WLAN.

Longtailboot in Ko Kradan

Bei unserem Aufenthalt auf Ko Kradan haben wir uns für das „Kalume“ Resort entschieden und waren damit sehr zufrieden. Das kleine Resort liegt ein wenig abseits direkt am Wasser (wortwörtlich! Denn bei Flut kann es schon mal vorkommen, dass die Bar unter Wasser steht). Es gibt ein paar Bungalows aus Bambus oder Holz (schicker, aber auch teurer). Jeder von ihnen verfügt über ein eigenes Bad (manche mit Open Air Dusche – also ohne Dach) und eine kleine Terrasse mit Hängematte. Alle Mahlzeiten gab es im Hotelrestaurant (ein paar Tische mit Bambusdach) und waren sehr lecker.

Unsere Hauptbeschäftigung war: schwimmen, schnorcheln, spazieren gehen, schlafen, essen und sonnenliegen… auf der kleinen Insel kann man auch wirklich nicht mehr tun. Ko Kradan ist ein Paradies für all jene, die Ruhe und Abgeschiedenheit lieben. Wer auf Party, Shopping und Jetskifahren steht, sollte vielleicht lieber in Phuket bleiben.

Schaukel auf Ko Kradan

Im dichten Dschungel hinter den Resorts gibt es mehrere kleine Pfade, die tief in den Wald und auf die andere, unbebaute Seite der Insel führen. Am Sevenseas Resort zweigt der Weg zum „Sunset Beach“ ab. Er führt durch den Dschungel (ca. 30min), schlängelt sich an Hügel hinauf und wieder hinunter und endet schließlich am wunderschönen Sunset Beach. Der Strand ist von hohen Klippen umgeben und mit roten Felsen und Strandgut gespickt (je nach Strömung liegt sehr viel Müll herum zB. hunderte von Flip Flops – kein Witz! – die konnten wir damals aber sehr gut gebrauchen, da wir nur barfuß unterwegs waren). Es ist dennoch ein wirklich malerisches Plätzchen und auf jeden Fall einen Besuch wert.

(der Pfad durch den Dschungel kann rutschig sein. Schuhe oder Flip Flops anziehen – oder darauf hoffen, dass man am Sunset Beach einige findet)

Flip Flops am Sunset Beach in Ko Kradan

Einmal haben wir auch einen Ausflug zur Nahen Emerald Cave gemacht (dafür einfach im Resort fragen, dann wird alles organisiert. Wir hatten Glück und konnten uns ein Boot mit einem Gast vom Sevenseas Resort teilen). Die Höhle liegt an einer nahe gelegenen kleinen Insel (ca. 30min mit dem Longtailboot von Ko Kradan entfernt). Wir stiegen ins wacklige Boot, fuhren zum Eiland und wussten selbst noch nicht genau, was uns erwarteten würde. Vor den steil aufragenden Klippen hielt unser Kapitän an und sagte: „springt!“ Wie, was? Wir sprangen, unser Kapitän kam mit uns, dann schwammen wir auf die Felsen zu. Das Wasser war sehr tief, aber klar. Erst kurz vor den Klippen entdeckten wir nun auch die Höhle. Sie führte in den Felsen und war tiefschwarz. Wir leuchteten mit den Stirnlampen, die uns unser Kapitän gegeben hatte und folgten ihn tief hinein in das finstere Loch. Bald waren wir von der Dunkelheit komplett umgeben. Das Wasser war immer noch tief und leichte Panik kam in mir hoch (man sollte schon ein guter Schwimmer sein und keine Angst im tiefen Wasser und der Dunkelheit haben – es gibt auch Schwimmwesten, die man ausleihen kann).

Wir schwammen und schwammen und keuchten und hofften den Anschluss an unseren Guide nicht zu verlieren… und plötzlich: ein kleiner Lichtstrahl. Vor uns öffnete sich die Höhle immer mehr, bis wir schließlich an einem Strand in der Insel standen. Es war ein unglaublicher Anblick. Es war wie eine klitzekleine Version von „The Beach“. Der Strand lag halbkreisförmig um den Höhlenausgang und dahinter ragten dicht bewachsene Klippen steil in den Himmel. Wir verbrachten einige Zeit am Strand, spazierten umher, immer mehr andere Touristen stießen zu uns (klar, denn es ist eines der Topattraktionen in der Umgebung) und irgendwann machten wir uns wieder auf den Rückweg. Es war ein wirklich sehr schöner Ausflug, der sich auf jeden Fall lohnt.

Emerald Cave

(Achtung: die Höhle ist nur während Ebbe zugänglich. Man sollte sich nicht auf eigene Faust und ohne Guide in die Höhle wagen – auch mit dem Kajak kann man sie evtl. durchpaddeln, man sollte aber sehr auf die Oberdecke der Höhle achten – die ist wirklich nicht sehr hoch!)

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