Lofoten – Inseln am gefühlten ‘Ende der Welt’

Lofoten – Inseln am gefühlten ‘Ende der Welt’

An unserem ersten Tag auf den Inseln im Nordwesten Norwegens regnete es. Doch auch das schlechte Wetter konnte die pure Schönheit der Eilande nicht trüben. Fast senkrecht ragten die schroffen Berge aus dem Atlantik. Nebelfelder waberten um die schneebedeckten Gipfel. An den Ufern lagen malerische Fischerdörfer mit bunten Holzhäuschen. Die Luft war klar und roch nach Salz und Trockenfisch. Farbenfrohe, kleine Boote schaukelten in den geschützten Häfen. Küstenvögel spähten nach Beute. Das schwarze Wasser der Fjorde und Seen war ruhig – so spiegelglatt und reflektierend wie wir es noch nie zuvor gesehen hatten. Wunderschön – das Tor zu einer anderen Welt.

das wunderschöne Reine

Reine – ein äußerst malerisches Fischerdorf am Fuße hoch aufragender Berggipfeln, ist mit seinen bunten Häuschen, schaukelnden Booten und dem friedlichen Fjord ein absoluter Lofoten-Traum!

Zwei von den drei Tagen, die wir auf den Lofoten verbrachten, herrschte Dauerregen. An unserem letzten Tag zeigte sich endlich die Sonne. Dieser eine Tag zwischen schneebedeckten Bergen, weißen Sandstränden, bunten Holzhäuschen und reflektierenden Fjorden war so unbeschreiblich schön, dass er zu meinem persönlichen Highlight unserer gesamten Reise wurde.

atemberaubendes Henningsvaer

Wir fuhren der Küstenstraße entlang bis nach Henningsvaer, das auf vorgelagerten Inseln liegt und über mehrere Brücken zu erreichen ist. Das Fischerdorf wird auch “Venedig des Nordens” genannt – zu Recht, denn sein Hafen ist absolut unvergesslich! Schaukelnde Holzboote reihen sich dicht an dicht an die Kaimauer. Bunte Häuschen säumen die Straßen. Am Horizont bohren sich hoch aufragende, schneebedeckte Berge in den blauen Himmel. Das dunkle Wasser im Hafen reflektiert das farbenfrohe Spiel. Ein absolut atemberaubender, wunderschöner Anblick. Henningsvaer – der schönste Ort auf den Lofoten! Und vielleicht sogar der schönste Ort Norwegens.

die bunten Holzhäuschen Norwegens

Am Nachmittag diesen sonnigen Tages machten wir uns auf den Weg auf die Nordseite der Lofoteninsel Vestvagoy. Die Landschaft war atemberaubend schön. Das raue Meer, spitze, schroffe Berge, grüne Weiden, malerische Buchten mit weißen Sandstränden und bezaubernde kleine Fischerdörfer. An den Ufern war das Wasser kristallklar und schimmerte türkis. Am Horizont konnte man die hohen Bergketten des Festlandes erkennen. In der Ferne die nördlicher gelegenen Inseln der Vesteralen.

der malerische Strand von Uttakleiv

Wir stoppten am äußerst malerischen Strand von Uttakleiv (an einer offenen Schranke wird um ein paar Kronen “Eintrittsgeld” gebeten). Es gibt mehrere Picknickplätze und Grillstellen. Am besten man setzt sich hin und genießt den wundervollen Blick auf das atemberaubenden Bergpanorama, die Wellen und den weißen Sandstrand mit seinen unzähligen kugelrunden Felsbrocken.

Im winzigen Dorf A – am buchstäblichen ‘Ende der Welt’ – endete schließlich die Lofotenstraße. (Auch wenn es nach einem witzigen Reisesouvenir aussieht – bitte nicht das Ortsschild entwenden.)

geruchsintensiver Trockenfisch – eine Delikatesse auf den Lofoten

 

Allgemeine Infos zu den Lofoten:

Die Inselgruppe im eiskalten Atlantik zählt zu den Sehnsuchtszielen aller Wanderer, Fotografen, Naturliebhaber und Ruhesuchender. Sie ist rund 150 km lang und besteht aus den vier Hauptinseln Austvagoy, Vestvagoy, Moskenesoy, Flakstadoy und einer Vielzahl an vorgelagerten Schären- und Vogefelsen.

In jedem größeren Dorf findet man Supermärkte, Tankstellen und Restaurants. Die Straßen sind in einem guten Zustand – wenn auch manchmal etwas schmal.

Die Lofoten sind vom Festland aus über die befestigte Straße Nr. 10, mehreren (Unterwasser-) Tunneln und Brücken, mit dem Flugzeug oder mit einem Schiff zu erreichen. Die gesamte Strecke von Narvik auf dem Festland bis nach A im Westen (wo die Lofotenstraße endet) ist in ca. 6 Stunden zu schaffen (370 km).

Theoretisch kann man die Lofoten in zwei Tagen besuchen. Vor allem bei schönem Wetter sollte man jedoch mehr Zeit einplanen und die atemberaubende Kulisse von Fjorden, schneebedeckten Bergen und bunten Dörfern genießen.

 

 

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