Milford Sound

Milford Sound

Ruhiges, dunkles Wasser, gezackte, hoch aufragende Berge, Bäume, die sich wagemutig an die schroffen, senkrechten Felsen klammern, wabernder Nebel, der die gesamte Szenerie in eine Art Traumwelt taucht – der Milford Sound ist mit das Schönste das Neuseeland zu bieten hat!

Die meisten der rund 500.000 Besucher, die jährlich zum Milford Sound pilgern, besuchen diesen im Rahmen einer Bootstour. Die großen Touristenboote mit offenem Deck starten am trubeligen, schicken Cruise Terminal mit Blick auf den fotogenen Mitre Peak – dem Wahrzeichen des Milford Sound.

 

 

Dann gleiten die Boote gemächlich durch das dunkle, samtige Wasser. Vorbei an der Schwerkraft trotzenden Baumlawinen. Vorbei an Seehunden, Delfinen und Pinguinen. Vorbei an senkrecht aus dem Wasser ragenden, dramatischen Bergen. Vorbei an zahllosen tosenden Wasserfällen. Eine wahrlich atemberaubende, berührende Fahrt durch den Milford Sound.

Der aufregendste Teil der Bootsfahrt ist mit Sicherheit der Moment, in dem der Kapitän für die obligatorische Wasserfalldusche geradewegs unter die 150m hohen Stirling Falls steuert. Die Leute ganz vorne auf dem Boot werden komplett durchgeweicht. Ein toller Augenblick und eine dieser Reiseanektoten, von denen man noch seinen Enkeln erzählen wird.

 

 

Tagtäglich starten die Touristenboote im Minutentakt in den Milford Sound. Es gibt zahllose Anbieter. Kleine Boote, große Boote, lange Touren, kurze Touren, mit oder ohne Verpflegung usw. In Te Anau findet man eine Vielzahl an Reisebüros, an denen man die Touren buchen kann. Die Preise schwanken zwischen 49-80NZ$ pro Person. Eine Reservierung ist notwendig!

Insidertipp: wer eine Bootstour am frühen Morgen oder späten Nachmittag bucht, entflieht den Touristenmassen. Wer Glück hat, muss das Schiff dann nur mit ca. 10 anderen Besuchern teilen.

 

 

Der Milford Sound und seine Umgebung ist eine wahre Augenweide. Man sollte das launische, sehr gern trüb nasse Wetter und die mitunter langwierige Anreise über den rund 119km langen Te Anau-Milford Highway nicht scheuen.

Der Te Anau-Milford Highway mit seinen zahlreichen Aussichtspunkten allein ist schon eine Reise wert. Die schönsten Aussichten genießt man übrigens am Kopf des Cleddau Valley, an dem der rustikale Homer Tunnel (Achtung Einbahn!) wieder ans Tageslicht kommt. Im markanten Tal stürzen sich unzählige Wasserfälle über die senkrechten Felswände, Nebel wabert am Talboden. Ein toller Ort!

 

 

Bevor man in den Homer Tunnel eintaucht gibt es Richtung Te Anau einen weiteren spektakulären Aussichtspunkt. Hier genießt man die Aussicht auf einen mächtigen Gletscher und Hunderte von kleinen Wasserfällen, die sich über die Felsen ergießen.

Achtung: die Keas (Bergpapageien), die an den Aussichtspunkten rund um den Milford Sound herumhängen und frech nach Knabberzeug betteln, sind zwar nett anzusehen, sie sollten jedoch nicht gefüttert werden – es schadet ihnen.

 

 

Tipp für Camper:
im gesamten Fjordland Nationalpark gibt es keine kostenlosen Campingmöglichkeiten! Hier muss man auf einen offiziellen Campingplatz ausweichen. Entlang des Te Anau-Milford Highways trifft man auf eine Vielzahl an günstigen, schön gelegenen DOC-Campingplätzen (für selfcontained und non-selfcontained). Sie kosten rund 13NZ$ pro Person und Nacht (manchmal kann man an einer Self-Pay-Station bezahlen – aber Achtung: es wird kontrolliert!).

 

 

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