Patagonien – Feuerland und das Ende der Welt

Patagonien – Feuerland und das Ende der Welt
Die schwere Ladeluke der Fähre öffnete sich. Mit einem lauten Krachen bohrte sie sich in den nassen Sand am Ufer der Magellanstraße. Wir tuckerten mit unserem Wagen von Bord. Viele Lkws und dicke Pick-ups warteten schon an der Anlegestelle. Hier waren wir nun – Feuerland.
Die Sonne brannte vom blauen, mit kleinen Schäfchenwolken getupften Himmel. Vor uns teilte sich die breite, asphaltierte Straße:  nach links ins Landesinnere und nach rechts Richtung Porvenir. Wir entschieden uns für Porvenir und bogen auf die kleine Schotterpiste ab, die uns kilometerweit durch die einsame Steppe Feuerlands führte.
Wir düsten auf der holperigen Piste mitten durch das verlassene Land, niedere Dornenbüsche wogen im Wind, grasende Lamas erhoben neugierig ihre Köpfe, Vögel zogen ihre Kreise. Kleine Blümchen blühten fröhlich am Straßenrand, Aasfresser pickten an den letzten Resten verstorbener Lamas und Hasen im Gras. Manchmal trafen wir auf einen einsamen wilden Fuchs. Nur selten trafen wir auf Menschen – Bauarbeiter neben der Straße oder Lkw Fahrer. Die Sonne brannte durch die Autoscheiben. Es war warm. Der Himmel war weit. So weit, wie wir es noch nie zuvor gesehen hatten. So weit, wie wir es uns nie erträumt hatten.

 

Feuerland

Nach einigen Stunden hielten wir an einer kleinen Abzweigung. Weit und breit war niemand zu sehen – kein Auto, kein Haus, keine Stromleitung. Wir sahen uns an, zogen uns aus und liefen nackt und kichernd durch die menschenleere Steppe. Es war einer unserer schönsten Momente in Patagonien. Ein Moment so aufregend und unvergesslich, ein Moment nur mit uns und den warmen Sonnenstrahlen auf unserer Haut und diesem endlos weiten Himmel … und diesem ganz besonderen Gefühl wirklich am Ende der Welt angelangt zu sein.

Am Nachmittag machten wir eine Pause an einem kleinen Fluss, wir füllten unsere Campingdusche (ein schwarzer Sack, der sich in der warmen Sonne hoffentlich erwärmen würde) und unsere Flaschen auf. Der erste Versuch das Flusswasser in die Campingdusche zu füllen, war noch ein wenig holperig, doch schon bald hatten wir den Dreh raus und es wurde zu einem alltäglichen Ritual.
Am Fluss machte ich mich an die ersten Zeilen meines Reisetagebuchs, das nun mit den Worten “Ich sitze in Feuerland auf einem klapprigen Campingstuhl…” beginnt. Lukas genoss in der Zwischenzeit seine erste, wenn auch kälter als erwartete, Dusche in der Wildnis.

 

Feuerland

Die nächsten Kilometer führten uns durch weites, verlassenes Land, vorbei an Oldtimern, die mitten im Nirgendwo vor sich hinrosteten, kleinen Schafherden und den ein oder anderen freundlichen Bauer.
In den Abendstunden kamen wir schließlich in Porvenir an, einer kleineren Stadt mit bunten Wellblechhäusern an der Küste.
In Porvenir füllten wir unsere Benzin- und Lebensmittelvorräte auf (am Besten man fragt Einheimische, denn die winzigen Tante-Emma-Läden sind von außen nicht sehr gut als solche erkennbar). Dann war es an der Zeit einen geeigneten Platz für die Nacht zu finden. Wir verließen das kleine Hafenstädchen und folgten der mehr als holperigen Piste Richtung Süden. Die Straße wurde von Kilometer zu Kilometer schlechter, schlängelte sich durch hügelige Steppe und vorbei an hohen Meeresklippen.

 

Fuchs auf Feuerland

Es wurde immer dunkler und wir wurden langsam nervös.  Erst nach mehreren Stunden, fanden wir an einer schmalen Seitenstraße einen schönen Platz zum Schlafen. Er lag auf einer kleinen Anhöhe umgeben von unzähligen niederen Sträuchern, man konnte das rauschende Meer am Horizont erkennen. Wiedereinmal war Nichts und niemand zu sehen – kein Haus, kein Auto. Nur wir, unser bunt bemalter Campervan und die  Wolken über uns, die immer dichter wurden.
Nun war es Zeit für Abendessen und meine erste Dusche in der Wildnis Patagoniens. Mein Fazit: sie war kalt! EISKALT! Doch Gott sei Dank gab es eine Heizung im Auto und warme Schlafsäcke, in denen meine erfrohrenen Zehen wieder auftauen konnten.

 

Patagonien grau in grau

Am nächsten Morgen wachten wir in Mitten einer dicken Nebelsuppe auf. Die Sicht war gleich null, die Sträucher waren mit Wassertropfen überzogen. Nach dem Frühstück führten wir unsere Reise auf der holperigen Schotterpiste fort. Sie folgte dem hügeligen Küstengelände und war wirklich in miserablen Zustand – mit tiefen Schlaglöchern und nervigen Querrillen überzogen. Doch sie war die einzige Möglichkeit – die einzige Straße, die von Porvenir Richtung Süden bzw. Südosten führte.

Nach einigen Stunden kamen wir bei Onaisin an eine große Kreuzung. Ein riesen Schild am Straßenrand deutete auf eine Königspinguinkolonie gleich südlich von hier hin. Die wollten wir uns anschauen und folgten der kurvigen Schotterpiste. Sie führte durch grüne Weiden voller Schafe, vorbei an rostigen Ställen und endlosen Zäunen, die ins Nirgendwo führten. Das Wetter hatte sich wieder gebessert, die Sonne strahlte, die kleinen weißen Schäfchenwolken spiegelten sich in den tiefen Pfützen am Straßenrand.
Einige Kilometer weiter kamen wir an der Pinguinkolonie an. Dort trafen wir am großen Parkplatz auf ein kanadisches Paar, das genau wie wir auch mit einem bunten Campervan von Wickedcampers unterwegs waren. Sie begleiteten ihre beiden Freunde, die mit dem Fahrrad Richtung Ushuaia unterwegs waren und schwärmten von den Königspinguinen in der Kolonie. 30€ Eintritt pro Person würde es kosten – das war uns dann doch zu viel.

 

Feuerland

Wir kehrten zur Hauptstraße bei Onaisin zurück und folgten ihr Richtung Osten. Wir nutzten das gute Wetter und machten unzählige Fotos und Videos an der menschenleeren Straße. Was wir da nocht nicht wussten – dieses gute Wetter würden wir schon bald mehr als vermissen!
Am Nachmittag verschwand der warme Sonnenschein zunehmends und immer mehr dicke, dunkle Wolken brauten sich über uns zusammen. Schon bald fanden wir uns in einem heftigen Gewitter wieder. Der erste Vorgeschmack auf das unberechenbare patagonische Wetter. Es schüttete aus Kübeln, der Wind peitschte gegen das Auto und die Schotterstraße verwandelte sich immer mehr in eine fast unpassierbare Schlammpiste. Wir kamen dem Grenzübergang bei San Sebastian immer näher, doch die letzten Kilometer vor der Grenze waren die reinste nervenzerreibende Rutschpartie.

 

Feuerland

An unserem ersten Grenzübertritt nach Argentinien waren wir noch sehr nervös. Waren nicht sicher, ob wir wirklich alle benötigten Dokumente beisammen hatten. Doch nach und nach wurde das Überqueren der Grenze in Patagonien für uns zu einem fast alltäglichen, unproblematischen Ritual.

(für mehr Infos über das Prozedere bei den Grenzübergängen siehe Patagonien – good to know)

 

Gebetsschreine

In Argentinien angekommen, folgten wir dem breiten, asphaltierten Highway Richtung Osten. Nach einiger Zeit kamen wir vor der Stadt Rio Grande an einen hohen Vogelfelsen, der steil in die wilden Wellen des Atlantiks abfiel. Der Berghang war über und über mit winzigen, bunten ‘Vogelhäuschen’ übersäht. Ein bizarrer Anblick!

 An diesem Tag waren sehr viele Einheimische am hohen Vogelfelsen versammelt – es war Sonntag. Wir folgten der Schlammpiste am Parkplatz Richtung Strand. Eine aufregende, lustige Rutschpartie – ein Heidenspaß für Lukas, der es über alles liebt, ‘offroad’ zu fahren und mich damit in den Wahnsinn zu treiben! 😉
 An der Küste schlenderten wir im schwarzen Sand umher, beobachteten die tosenden Wellen und die lachenden Kinder, die amüsiert durch die Herden von Möwen rannten.
Der Wind wurde immer stärker und schon bald hüpften wir wieder in unser kuscheliges Auto und brausten in die nahegelegene Stadt. Rio Grande ist mit rund 55.000 Einwohnern die größte Stadt Feuerlands und wirkt wie eine nicht sehr hübsche, jedoch sehr geschäftige, etwas graue Hafenstadt. An einer der großen Tankstellen stillten wir den unersättlichen Durst unseres Fahrzeugs und versorgten uns mit WLAN und Lebensmittel aus einem der großen Supermärkte.

 

Brücke bei Rio Grande

Als es dämmerte verließen wir die Stadt auf der Suche nach einem geeigneten Platz für die Nacht. Kurz nach Rio Grande machten wir an einer fotogenen verfallenen Hängebrücke einen Fotostop bevor wir rechts auf eine kleine Schlammpiste abbogen. Mitten im menschenleeren Gebiet hielten wir am Straßenrand, aßen und schlummerten bald darauf in unserem wohlig warmen Campervan ein.
Der nächste Morgen war grau in grau. Die ganze Nacht hatte es geregnet und es war keine Wetterbesserung in Sicht. Nach dem Frühstück folgten wir wieder der asphaltierten Hauptstraße Richtung Süden – Ushuaia war unser Ziel – die südlichste Stadt der Welt.

 

Feuerland

Der Highway führte uns kilometerweit vorbei an Küste und kleinen Siedlungen, vorbei an grasenden Lamaherden, donnernden Lkws und durch dichte Wälder voller knorrig abgestorbener Bäume, die über und über mit hellgrünem, tropfendem Moos überwuchert waren – eine fantastischer Anblick!
Nach mehreren Hundert Kilometern veränderte sich die Landschaft immer deutlicher. Die sanften Ebenen mit grasenden Guanakos verwandelten sich in Hügel und schließlich Berge mit dunkelgrünem Wald, hohen Felsvorsprüngen und rauschenden Bächen. Ober den wolkenverhangenen Berghängen ließen sich ihre schneebedeckten Gipfel erahnen. Wir trafen vermehrt auf große Lastwagen, die mit ihren tonnenschweren Containerladungen auf den kurvigen Bergstraßen dahindonnerten und auf erschöpfte, vollgepackte Radfahrer – Ushuaia war nicht mehr weit!

Berglandschaft vor Ushuaia

Die Straße führte uns mehrere Kilometer durch die äußerst malerische Berglandschaft bevor wir plötzlich vor zwei riesigen Eingangsportalen standen. Wir waren angekommen – Ushuaia – das Aushängeschild Feuerlands, Sehnsuchtsort aller Abenteurer. Ein Tummelplatz für Backpacker, Kreuzfahrtreisender, Wanderer und Naturliebhaber.
Die Straße führte uns zunächst durch verlotterte Vororte. Streunende Hunde, vor sich hinrostende, halb ausgeschlachtete Autos am Straßenrand und kleine, zusammengezimmerte Wellblechhäuser – sie zeigten das authentische Leben im äußersten Süden Argentiniens.

 

Eingangsportal

Nach einigen Kilometern an der Küste entlang, kamen wir ins “touristische Zentrum” Ushuaias. Wie stoppten am großen Parkplatz am Hafen, schlenderten an der gepflegten Uferpromenade entlang, sahen uns die riesigen Kreuzfahrt- und Containerschiffe an, die im kalten Wasser vor Anker lagen und streiften durch die bunten, kleinen Häuschen der Tourenanbieter bis wir schließlich zur Touristeninformation kamen.

Wir besorgten uns einen Wetterbericht und einige Stadt- und Wanderkarten und machten uns auf den Weg zum nächsten großen Supermarkt in der Stadt. Wir trafen auf unzählige große und kleine Camper, zum Wohnmobil umgebaute Lkws mit dicken Offroad Reifen und Benzinkanistern auf dem Dach und VW Busse mit bunten Fähnchen. Vollbepackte Backpacker und Radfahrer mit langen Regenmänteln wuselten auf den belebten Straßen umher. Jeder von ihnen hatte eine Geschichte zu erzählen. Jeder von ihnen erlebte gerade sein ganz persönliches Abenteuer. Einige vielleicht würden gerade erst von Ushuaia aus aufbrechen, andere haben vielleicht ihre aufregenden Reise durch Patagonien, ganz Südamerika oder gar ab Alaska aus gerade erst beendet.

 

Ushuaia

So oder so bedeutet Ushuaia mehr als nur die “südlichste Stadt der Welt” zu sein. Die Stadt am Beagel-Kanal bedeutet “Anfang oder Ende einer Reise”. Anfang oder Ende eines Abenteuers. Vielleicht Anfang oder Ende eines neuen Lebens. Zwischen all den bunten GoreTex Jacken und gewebten Ponchos ist diese ganz besondere Aufbruchstimmung und Abenteuerlust in der ganzen Stadt zu spüren.
Als es dämmerte, beschlossen wir aus der Stadt Richtung “Tierra del Fuego Nationalpark” zu fahren. Wir suchten uns einige Kilometer vor dem Parkeingang ein ruhiges Plätzchen für die Nacht.

Auch am nächsten Tag war keine Wetterbesserung in Sicht. Schade. Wir wollten eigentlich in den Nationalpark fahren und dort die nächsten Tage vielleicht ein wenig wandern und am Postamt im Park (dem südlichsten Postamt der Welt) Briefe abschicken. Doch das miese, nass kalte Wetter und die hohen Eintrittspreise stimmten uns um.

 

unser Camp bei Ushuaia

Stattdessen folgten wir einer schönen, jedoch steilen und kurvigen Straße zum “Glaciar Martial” – dem großen Gletscher oberhalb von Ushuaia. Als wir am Parkplatz angekommen waren, befanden wir uns mitten in einer dicken Nebelschicht. Man konnte nichts erkennen – keine Berge, keinen Gletscher, nicht einmal die Stadt zu unseren Füßen. Wir schlotterten mit den Zähnen. Es war bitterkalt.
Demotiviert machten wir Kehrt und folgten der Straße wieder Richtung Stadt. Dabei entdeckten wir ganz zufällig eines unserer Hightlights der gesamten Reise. Direkt neben uns startete ein kleiner Wanderpfad, der erst über einen knarrenden Holzsteg und später tief hinein in einen dichten, tropfenden Wald führte. Vorsichtig stapften wir über die wackelige Brücke, das glasklare Gebirgsbächlein darunter plätscherte munter vor sich hin.

 

Wald bei Ushuaia

Mit jedem weiteren Schritt kamen wir tiefer in den verwunschenen, von Vogelgezwitscher umhüllten Wald. Es tropfte von den Bäumen, einige Blätter erstrahlten bereits in den schönsten Herbstfarben. Abgestorbene, knorrige Baumstämme lagen kreuz und quer neben dem schlammigen Pfad. Es roch nach nassem Waldboden. Hellgrünes Moos wucherte an den dicken Stämmen. Es war wunderschön. Der Wald schien unberührt. Als wäre er vergessen worden. Ein Märchenwald. Ein Märchenwald voller Moos und Regentropfen und Vogelgezwitscher … und Einhörner vielleicht … jedenfalls hätte es uns nicht verwundert.

 

Straße zur Playa Larga

Am Nachmittag beschlossen wir zum nahegelegenen Strand “Playa Larga” zu fahren. Dafür folgten wir einer kleinen, wenig befahrenen Schotterpiste östlich der Stadt. Nach wenigen Kilometern trafen wir auf den schönen Strand, der nicht aus Sand, sondern viel mehr aus abermillionen von schwarzen, flachen Steinen bestand – perfekt um sie über das Wasser flitschen zu lassen! Super, der Wettkampf konnte beginnen!
Die nächsten Stunden verbrachten wir vergnügt am Wasser und blickten über den nebligen, eisigen Beagel-Kanal und der bunten Stadt mit ihren wogeneden Schiffen. Wolkenschwaden zogen an den schneebedeckten Berghängen vorbei, kreischende Möwen schwebten im Wind.
Das war es also – das Ende der Welt. Und wir waren hier und ließen Steine über das Wasser hüpfen.
Am Abend verließen wir Ushuaia. Wir folgten der schönen Straße durch die Berge zurück Richtung Nordosten und hofften auf besseres Wetter. Das war der Vorteil eines eigenen Wagens: man konnte bleiben wo man wollte. Und man konnte gehen wann man wollte. Und man konnte der Sonne hinterherfahren. Oder es zumindest versuchen.

 

Ushuaia

Nach einigen Stunden stoppten wir an einem schönen, weitläufigen Picknickareal nicht weit von Rio Grande. Viele steinerne Grills standen wild versträut auf der nassen Wiese. Keine Menschenseele war zu sehen. Hier konnten wir bleiben.
Am nächsten Morgen pilgerten wir mit unseren Wasserflaschen zum nahegelegenen Fluss. Mittlerweile war das “Wasserauffüllen” für uns zur Routine geworden. Schnell schöpften wir das kalte Wasser mit unserem großen Topf und füllten damit unsere Flaschen und die schwarze Campingdusche.

 

Sonnenuntergang an unserem Camp

Wenige Stunden später kamen wir erst nach Rio Grande, wenig später nach San Sébastian und schließlich über die Grenze zurück nach Chile.
Wieder zurück auf chilenischem Boden entschieden wir uns nach rechts Richtung Cullen zu fahren. Eine kleine Schotterpiste führte uns mehrere Hundert Kilometer durch ödes, menschenverlassenes Gebiet. Hasen hüpften vor dem Auto über die Straße, Vögel flogen aufgeschreckt hoch. Angekommen in Cullen tankten wir an einer winzigen Tankstelle (die billigste Tankstelle unserer gesamten Reise – wir mussten an der Quelle sein, so spottbillig war es!).

 

Feuerland

Nach vielen Kilometern holperiger, mit Querrillen gesprenkelter Schotterpiste kamen wir in Cerro Sombrero und schließlich am nördlichen Fährhafen an, an dem wir vor einigen Tagen nach Feuerland übergesetzt hatten. Es war bereits Abend geworden, dicke Wolken hingen über der Magellanstraße und der Wind bließ unerbittlich über die tosenden Wellen. Die Fähre hatte alle Mühe anzulegen. Wir fuhren an Bord und bezahlten die Gebühr. Der hohe Wellengang schaukelte das schwere Schiff hin und her, Wasser schwappte auf die weite Ladefläche. Uns war ein wenig mulmig zumute, doch als die Fähre nach dem zweiten Anlauf endlich am gegenüberliegenden Ufer festgemacht hatte, waren wir mehr als erleichtert wieder festen Boden unter unseren Füßen bzw. Rädern zu spüren.

Wir blickten zurück. Nebelschwaden waberten über das Wasser. Feuerland war fast nicht mehr zu erkennen. “Danke”, dachten wir. “Danke, für deine menschenleeren Steppen, die wilden Füchse und grasenden Lamas. Und deine verwunschenen Wälder. Danke, für deine Einsamkeit. Und für diesen unglaublich weiten Himmel.”

 

 

und weiter geht’s zu den blauen Gletschern

 

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