Patagonien – good to know

Patagonien – good to know

Hier findest du ein paar nützliche Tipps für deine Patagonienreise. Vom Fahrverhalten der Einheimischen und Straßenzustände, über das Prozedere an den Grenzübertritten bis hin zu den Besonderheiten für Camper im Torres del Paine Nationalpark. Vor allem für Reisende mit eigenem Wagen/Wohnmobil sind einige, kleine Hilfestellungen mit dabei.

einsame Steppe

Straßen:

Die wenigen Hauptstraßen in Patagonien sind breit und asphaltiert und in gutem Zustand (vor allem in Argentinien). Doch die zahlreichen ‘Nebenstraßen’ sind meist nur Schotterpisten (gravel road). Manchmal sind auch sie breit und eben. Manchmal jedoch sind sie mit Unmengen an tiefen Schlaglöchern und nervigen Querrillen übersät. Man wird zwar oft richtig durchgeschüttelt, ein 4×4 Fahrzeug ist in Patagonien aber nicht zwingend notwendig (wichtiger ist ein hoher Radstand).

(Auf unserem Roadtrip durch Patagonien waren wir zu 80% auf unasphaltierten Pisten unterwegs und hatten mit unserem Chevrolet – ohne 4×4 – keinerlei Probleme.)

Schotterpiste

Fahrverhalten:

Laut Alejandro von Wickedcampers fahren Argentinier anscheinend sehr viel ‘wilder’ als Chilenen – das wir nach einem Monat Patagonien auch absolut bestätigen konnten!

Achtung: Vorfahrtsregeln, Geschwindigkeitslimits und Straßenmarkierungen werden in Argentinien nicht so ernst genommen. Vor allem an Kreuzungen ist Vorsicht geboten. In Chile hingegen läuft der Straßenverkehr gemäßigter ab. Oft wird einem als Tourist die Vorfahrt sogar ‘geschenkt’.

Abendessen mit Ausblick

Campen:

Für Camper bieten sich in Patagonien mehrere Möglichkeiten: entweder man nächtigt auf einem offiziellen Campingplatz (meist an den wichtigsten Touristenattraktionen vorhanden), gegen Bezahlung an einer Farm/Estancia oder man ‘campt wild’. Alejandro von Wickedcampers erklärte uns die Gesetzeslage wie folgt: allgemein gibt es kein Gesetz dagegen, man dürfe nur nicht auf Privatgrund campen, natürlich keinen Müll hinterlassen, die Natur und Umgebung in irgendeiner Weise schädigen oder den Verkehr bzw. die Anwohner stören.

Innerhalb der Nationalparks darf wenn dann nur an den ausgewiesenen Plätzen gecampt werden. Alejandro’s Tipp: “Campt irgendwo mitten im Nirgendwo. Dann werdet ihr keinerlei Probleme haben.”

(Während unserem 1 monatigen Roadtrip durch Patagonien haben wir ausschließlich weit außerhalb von Dörfern und Städten, meist an kleinen Nebenstraßen oder mitten in der ‘Pampa’ genächtigt – was stets super geklappt hat. Unseren Müll haben wir selbstverständlich immer ordnungsgemäß entsorgt.)

Torres del Paine

Torres del Paine Nationalpark:

Die Eintrittskarten für den Nationalpark haben kein Tageslimit – man kann so lange man will innerhalb des Parks bleiben. Es gibt jedoch einen Haken: man darf den Park nicht verlassen (was jedoch gar nicht so abwegig wäre, gibt es im Park selbst doch keine Supermärkte oder Tankstellen). Sollte man den Park trotzdem verlassen müssen, so gilt das Ticket nur noch für die 3 darauffolgenden Tage.
(Beim Verlassen des Nationalparks müsste man bei den Rangern um eine ‘Genehmigung’ für den Wieder – Eintritt fragen. Beim erneuten Einreisen wird diese jedoch nicht immer kontrolliert. Es gibt allgemein keine wirklichen ‘Eintrittskontrollen’ – das vorherrschende System erschien uns persönlich als etwas unpraktikabel und eher ‘unsinnig’.

Im Nationalpark darf man mit seinem Fahrzeug / Camper nur an einem der beiden offiziellen Campingplätzen (gegen Bezahlung) oder kostenlos an wenigen ausgewiesenen Plätzen der Conaf (Nationalparkverwaltung / Rangerstationen) nächtigen: an der Sede Administrativa Conaf im Herzen des Parkes, an der Guardería Grey im Westen, an der Portería Laguna Amarga im Osten und an der Portería Laguna Azul im Nordosten.
Die Plätze an den Rangerstationen sind meist kahle Parkplätze, die Sanitäreinrichtungen befinden sich im Verwaltungsgebäude. Man muss innerhalb des Fahrzeuges kochen (Feuer – auch Gaskocher – sind im Freien nicht gestattet. Es wird kontrolliert!). Manchmal herrscht um und an den Parkplätzen reges Treiben (vor allem an der Guardería Grey). Der schönste unter den kostenlosen Plätzen ist der an der Portería Laguna Amarga. Dort darf man etwas unterhalb der Hauptstraße direkt an einem kleinen Fluss nächtigen. (Wir persönlich fühlten uns an den Rangerstationen immer etwas unwohl und beobachtet.)

Wanderung im Nationalpark

Die beiden kostenpflichtigen Campingplätze ‘Camping Las Torres’ im Norden und ‘Camping Pehoé’ im Herzen des Nationalparks sind gepflegt und weitläufig. Am ‘Camping Pehoé’ gibt es zahlreiche (überdachte) Parzellen für Zelte oder Wohnmobile/Fahrzeuge mit eigenem Windfang, einer Grillstelle, einem Tisch und Bänken. Es gibt mehrere Sanitärhäuschen. (Kosten pro Person und Nacht: ca. 20€)
Am ‘Camping Las Torres’ dürfen nur Zelte innerhalb des Platzes stehen. Camper mit eigenem Fahrzeug müssen dies draußen auf dem Parkplatz abstellen und dürfen nur die Sanitäreinrichtungen mitbenutzen. Hier startet bzw. endet der berühmte W – Track – dementsprechend viele Wanderer nächtigen am Campingplatz. (Kosten pro Person: 20€)

Möchte man den O – oder W – Treck absolvieren, kann man sein Fahrzeug in der Zwischenzeit an einer der Rangerstationen kostenlos parken. (Keine Angst: auch nach mehreren Tagen wird das Auto weder gestohlen, noch aufgebrochen sein!)

Wanderung zu den Cuernos

(Die Tatsache, dass man mit einem eigenen Camper nur auf ausgewiesenen Parkplätzen innerhalb des Nationalparks bleiben musste, trübte unsere Stimmung. Die Plätze waren kahl und oft sehr überlaufen, man fühlte sich beobachtet und unwohl. Und jede Nacht in einem der kostenpflichtigen Campingplätze zu nächtigen, war mit unserem begrenzten Budget einfach nicht möglich. Wir waren auch nicht nach Patagonien gekommen um schlussendlich auf Campingplätzen zu bleiben. Wir wollten “frei stehen” – “wild campen” – wo und wann wir wollten. An einem schönen Fluss oder am Strand oder vor einem tollen Bergpanorama …)

(Für Wanderer, die den O – oder W – Track absolvieren gibt es am Weg selbst zahlreiche (kostenpflichtige oder gratis) Campingplätze und Hütten. Sie müssen jedoch im Voraus gebucht werden (begrenzte Verfügbarkeit). An manchen gibt es auch die Möglichkeit Campingequipment auszuleihen (Zelt, Schlafsack usw.).

Chilenische und Argentinische Pesos

Geld:

In Chile herrscht der Chilenische Peso (CLP), in Argentinien der argentinischer Peso (ARS). In größeren Supermärkten und Tankstellen werden (Kredit-) Karten akzeptiert. An manchen Nationalparks und sehr abgelegenen Orten kann man jedoch nur mit Bargeld bezahlen. Es ist also ratsam immer einige Scheine der jeweiligen Währung mit sich zu führen. An Touristenattraktionen ist es außerdem oftmals möglich mit Pesos aus dem Nachbarland, Euro oder Dollar zu bezahlen (wenn auch zu einem schlechten Wechselkurs).

Achtung: am Nationalpark Los Glaciares kann man nur mit Bargeld bezahlen!

 

Preise:

Die Preise für Lebensmittel in Patagonien sind dem europäischen Standard ähnlich. Benzin ist für (unsere italienischen Verhältnisse) sehr billig.
Eintrittspreise für Attraktionen und Nationalparks sind jedoch im Verhältnis sehr happig.

(Nicht ärgern: meist müssen Einheimische nur einen Bruchteil des Preises bezahlen. Wie zB. für den Nationalpark Los Glaciares bei El Calafate. Dort müssen Argentinier nur rund ein 10tl des Eintrittspreises entrichten.)

strahlender Sonnenschein am Fitz Roy

Wetter:

Es gibt ein Wort, das das liebe Wetter in Patagonien sehr gut beschreibt: “unberechenbar”. Auf Wettervorhersagen kann man sich nicht wirklich verlassen (am besten fragt man Einheimische). Das Wetter an der Südspitze Südamerikas kann mitunter erbarmungslos sein. Mit tagelangem Dauerregen, Schneestürmen, Kälte und extremen Wind. Doch es kann auch passieren, dass es sich innerhalb weniger Stunden komplett ändert – die Sonne rauskommt und die Wolken sich verziehen. Und plötzlich sitzt man mit einem Shirt und kurzen Hosen irgendwo mitten in den Anden und lässt sich die warmen Sonnenstrahlen auf den Bauch scheinen. Das Wetter lässt sich in Patagonien nie vorhersagen. Auch im vermeintlich warmen Sommer kann es zu Schneefällen kommen. Entweder man hat Glück, oder man hat keines.

Ein besonderes Thema in Patagonien ist der Wind, der schon mal mit über 100km/h weht. Achtung: bei starkem Wind ist auch beim Fahren Vorsicht geboten. Beim Aussteigen empfiehlt es sich die Fahrzeugtür mit beiden Händen sehr fest zu halten (Alejandro von Wickedcampers erzählte uns, dass es öfters passiert, dass eine Wagentür einfach wegfliegt). Ein guter Tipp: vor dem Aussteigen erst das Fenster runterkurbeln – das nimmt dem Wind die Fläche.

auf nach Feuerland

Fähre nach Feuerland:

Bei Punta Delgada nordöstlich von Punta Arenas legt eine (kleine) Fähre nach Feuerland ab (siehe auch Patagonien – das Abenteuer beginnt). Sie fährt den ganzen Tag über die Magellanstraße hin und her (es gibt keinen genauen Fahrplan). Für die kurze Strecke braucht sie (bei gutem Wetter) nur ca. 10-15 Minuten. (Kosten pro Fahrzeug ca. 20€ one way)
In Punta Arenas sticht eine große Fähre Richtung Porvenir im westlichen Feuerland in See. Sie ist zwar sehr viel größer, als die kleinere Fähre ab Punta Delgada, braucht für ihre Strecke jedoch einige Stunden, kostet ein Vielfaches mehr und startet nur 2 Mal pro Tag. (Wir persönlich empfanden die nördlichere Fähre als die bessere Option um von oder nach Feuerland überzusetzen.)

Stempel aus Patagonien

Grenzübertritt:

Reist man kreuz und quer durch Patagonien, steht man irgendwann mit Sicherheit vor dem ein oder anderen Grenzübertritt. Mit einem eigenen Fahrzeug braucht man neben dem eigenen Pass auch noch eine Menge weiterer Dokumente und Papiere. (Bei einem Mietauto wie zB. von Wickedcampers bekommt man beim Abholen des Fahrzeugs alle notwendigen Papiere.)
Die Überquerung der Grenzen zwischen Argentinien und Chile stellen normalerweise keinerlei Probleme dar und sind schnell erledigt. Es gibt nur eine Besonderheit zu beachten: Chile hat sehr strickte Einfuhrbestimmungen. Es ist verboten frisches Obst oder Gemüse, Eier, Fleisch- oder Milchprodukte nach Chile einzuführen (auch ‘verarbeitete Produkte’ wie zB. Tomatensauce oder Marmelade könnten zum Problem werden). An chilenischen Grenzposten wird auch (mehr oder weniger fleißig) kontrolliert – manchmal gibt es Spürhunde oder spezielle ‘Scanner’ für das Gepäck.
Sollte man einige der ‘verbotenen’ Lebensmittel bei sich haben, gibt es 4 Möglichkeiten: man isst sie vor dem Grenzübertritt auf, man wirft sie weg (an jedem Grenzhäuschen gibt es große Mülltonnen), man deklariert sie (siehe unten) oder man versucht sie nach Chile zu ‘schmuggeln’ – was nicht empfehlenswert ist.

evtl. ‘verbotene’ Lebensmittel

Der Ablauf an argentinischen und chilenischen Grenzen ist im Allgemeinen derselbe. In einem Grenzhäuschen muss man mit seinen Dokumenten und Papieren meist zu 3 verschiedenen ‘Bürostellen’ (gekennzeichnet mit 1, 2, 3). An einer bekommt man den Ein- bzw. Ausreisestempel für den Pass, an einer anderen bekommt man den Ein- bzw. Ausreisestempel für das Fahrzeug (hat man keinen eigenen Wagen, fällt dieser Schritt weg). Meist wird man mit ‘adonde va?’  (wohin gehst du?/wohin geht ihr?) nach seinem Reiseziel gefragt (einfach die nächste angesteuerte Stadt sagen zB. Ushuaia oder El Calafate oder El Chaltén usw.).
Die letzte der 3 Bürostellen ist für den Zoll zuständig (vor allem auf dem Weg nach Chile wichtig – strenge Einfuhrbestimmungen!). Sollte man wissentlich ‘verbotene’ Lebensmittel bei sich haben, sie aber nicht aufessen oder wegwerfen wollen, muss man sie deklarieren. Ein Beispiel: man hat noch eine Packung Frischmilch für die Frühstücksflocken im Camper. Man nimmt sich im Grenzhäuschen ein Formular und füllt es aus (und deklariert darin die ‘Milch’. Mit dem Formular geht man anschließend zur Bürostelle Nr.3 (Zoll) und erklärt dem netten Mitarbeiter, dass man noch 1l Milch im Fahrzeug hat. Zu 99% wird man keinerlei Probleme damit haben und entspannt über die Grenze fahren dürfen – samt Milch. (Sollte man jedoch wissentlich oder unwissentlich eines der ‘verbotenen’ Lebensmittel bei sich haben und dies nicht deklarieren – es also nach Chile ‘schmuggeln’ – stellt dies eine Straftat dar. (Ja, auch ein halbe aufgegessener Apfel irgendwo in den Untiefen des Rucksacks zählt dazu!)
Tipp: es ist besser, auch den Müll (mit evtl. ‘verbotenen’ Lebensmittelresten wie zB. Bananenschalen) vor dem Grenzübertritt zu entsorgen.

erfolgreich über die Grenze

Hat man schließlich alle notwendigen Stempel für sich persönlich und sein Fahrzeug beisammen und seine Lebensmittel gegebenenfalls korrekt deklariert, kann man sich mit seinem Wagen zur (geschlossenen) Schranke begeben. Dort gibt es dann 3 mögliche Situationen: 1. es gibt keinen Polizisten, die Schranke ist geöffnet und man fährt einfach hindurch. 2. Es gibt einen Polizisten und man händigt ihm einen weiteren Zettel aus (bekommt man vorher an den Bürostellen). 3. Es gibt einen Polizisten und der kontrolliert das Fahrzeug stichprobenartig (gesucht wird nach ‘verbotenen Lebensmittel’, Waffen, Drogen usw.).

Hat man dann schließlich auch den Polizisten und die Schranke an der Grenze passiert und ist somit aus einem der Staaten ‘ausgereist’, kann man sich auf einige Kilometer ‘Niemandsland’ bis zum nächsten Grenzhäuschen freuen. Meist befinden sich die chilenische und argentinische Grenze 5-10km von einander entfernt. In diesem Gebiet gibt es meist nichts, außer einer breiten Schlammpiste – keine Schilder, keine Straßenmarkierung.

Irgendwann kommt man dann an das nächste Grenzhäuschen und das Prozedere beginnt von vorn: zu 3 Bürostellen pilgern, Stempel sammeln, je nach Staat einige Lebensmittel deklarieren und sich von Polizisten evtl. kontrollieren lassen – sprich ‘einreisen’. Erst wenn man dann die zweite Grenzschranke überschritten hat, ist man erfolgreich von einem ins andere Land gereist.

Schotterpiste in Patagonien

“Puh, das klingt ja ziemlich kompliziert!”, denkst du dir jetzt vielleicht. Doch keine Angst, solange man alle notwendigen Papiere beisammen hat und ein wenig auf seine Lebensmittel achtet, erwarten einem keinerlei Probleme.
(Wir persönlich haben während unserem 1 monatigen Roadtrips durch Patagonien rund 4 mal die chilenische und argentinische Grenze überquert und hatten keinerlei Probleme mit den Zollbestimmungen. Wir haben stets darauf geachtet ‘verbotene’ Lebensmittel vor der chilenischen Grenze gänzlich zu vermeiden oder sie zu deklarieren und bekamen immer die Erlaubnis Milch, Tomatensauce, Marmelade usw. ‘legal’ über die Grenze zu transportieren. Unser Wagen wurde insgesamt nur 2 Mal oberflächlich von den Grenzpolizisten kontrolliert – sie interessierten sich dabei eher wenig für den Inhalt des Wagens, als viel mehr für unser buntes Graffiti mit dem Gesicht Charly Garcias).

Die meisten Mitarbeiter an den Grenzübergängen sprechen ausschließlich Spanisch. Doch auch ohne jegliche Spanischkenntnisse sollte man an den Grenzen keine Probleme bekommen – ein freundliches Lächeln und ein wenig Gestik helfen.

Achtung: es ist verboten (‘zusätzlichen’) Benzin über die Grenze zu transportieren! Bei einem extra Benzinkanister ist also Obacht geboten.

Apropos Benzinkanister:
Für einen Roadtrip durch Patagonien ist ein zusätzlicher Benzinkanister empfehlenswert. Je nach Gebiet, kann es schon mal vorkommen, dass Tankstellen sehr weit voneinander entfernt liegen. (Einfach bei der Mietwagenfirma um einen zusätzlichen Kanister fragen)

Suche nach der nächsten Tankstelle

Sicherheit:

Patagonien gilt als sehr sicheres Reiseziel. Wir persönlich haben uns auf unserem 1 monatigen Roadtrip durch Argentinien und Chile nicht ein einziges Mal in irgendeiner Weise ‘unsicher’ gefühlt. (Dass man seine Wertsachen wie Kamera und Co. nicht offen im unverriegelten Wagen zurücklässt, versteht sich von selbst.)

“Nur in El Calafate müsst ihr ein bisschen aufpassen.”, riet uns Alejandro von Wickedcampers. “Dort gibt es angeblich Gruppen, die es speziell auf Campervans/Wohnmobile abgesehen haben. Doch sie stehlen nicht eure Kreditkarten oder Pässe, sondern viel mehr eure Marken – Outdoorbekleidung.”

 

Polizeikontrollen:

Straßenkontrollen sind vor allem in Argentinien sehr häufig. Fast täglich kommt man an einer ‘fixen’ Polizeikontrolle vorbei (oft vor oder nach Städten und Dörfern). Doch meistens ist kein Polizist weit und breit zu sehen und es scheint als hätten es die Beamten nicht auf Touristen abgesehen. (Wir persönlich wurden an solchen ‘fixen’ Kontrollpunkten nicht ein einziges Mal aufgehalten.)

Tipp von Alejandro: “Wenn euch die Polizei aufhält, sagt, dass ihr nur Englisch sprecht. Die meisten Beamten sind dem Englischen nicht mächtig und wollen ihr Gesicht wahren. Zu 99% werdet ihr dann einfach weitergewunken und werdet keine Probleme haben.”

Souvenirs aus Patagonien

Souvenirs:

Neben Wollprodukten wie Schals und Mützen, sind Chillisaucen, -pasten oder -pulver schöne Mitbringsel für Zuhause. Oder wie wäre es mit einem Säckchen voller Lupinensamen für den Garten?

 

Skuriles und Nützliches:

Wifi:

an jeder großen Tankstelle in Patagonien gibt es gratis – wenn auch langsames – Wifi. Für uns war dies meist die einzige Möglichkeit mit unseren Lieben Zuhause ein wenig zu kommunizieren.

Kartenmaterial von den Touristeninformationen

Touristeninformationen:

eines hatten wir auf unseren Reisen gelernt: gehe immer wenn möglich zuerst zur Touristeninformation. Die haben stets wertvolle Tipps über die Umgebung, Wanderungen, Wetter und meistens gratis Wifi. So auch in Patagonien. In den Touristengegenden waren sie stets unser erster Anlaufpunkt.

Supermärkte:

die großen Ketten – Supermärkte in Patagonien (in jeder größeren Stadt vorhanden) bieten dasselbe riesen Sortiment an Lebensmittel, das wir aus Europa kennen. Eine Besonderheit jedoch sind die Kassen bzw. die Warteschlangen an den Kassen. Die gibt es nämlich immer! Egal zu welcher Uhrzeit, egal wie viele Leute im Supermarkt umherschwirren – es wird zu endlosen Schlangen vor den Kassen kommen! Da ist Zen Gelassenheit gefragt!

am Fitz Roy

Wasser:

als Camper mit eigenem Van/Wohnmobil stellt man sich schon mal die berechtigte Frage wo man am besten an Wasser kommt. Trinkwasser (zum Trinken und Kochen) kauften wir ausschließlich im Supermarkt (es gibt große 5l Kanister). Wasser für unsere Campingdusche, für den Abwasch und fürs Wäsche waschen findet man evtl. an Tankstellen (einfach freundlich danach fragen) oder ‘oldschool’ an Flüssen (doch es gibt nicht so viele ‘brauchbare’ Flüsse, wie man vielleicht anfangs denken mag. In den Nationalparks findet man dafür viele kleine, saubere Bächlein, an denen man seine Flaschen und Kanister auffüllen kann – das meiste Wasser in den Nationalparks ist sauberstes Trinkwasser.)

Gebetsschreine

Häuschen am Straßenrand:

Auf unserer Reise durch Patagonien sahen wir jeden Tag unzählige bunter, kleiner Gebetshäuschen am Straßenrand. Jedes der Häuschen hatte eine andere Farbe und Form, manche waren sehr aufwendig dekoriert und geschmückt, andere waren schlichter. Rote Fähnchen hingen an ihnen oder an den Sträuchern daneben, manche waren von gefüllte Wasserflaschen und anderen ‘Opfergaben’ umgeben. Erst später erfuhren wir, was sie eigentlich bedeuteten: in Chile waren es meist “Gebetshäuschen” und erinnerten an verstorbene Verkehrsopfer. In Argentinien waren es “Straßenrand-Heiligtümer”, die entweder Gaucho Gil, einer argentinischen Art ‘Robin Hood’ oder Difunta Correa, einer Frau, die auf der Suche nach ihrem Mann in der Wüste verdurstete, gewidmet sind. Beide werden im ganzen Land verehrt. Der Brauch besagt, zu den kleinen Schreinen zu pilgern und ihnen Opfer darzubringen oder zu hupen, sobald man an einem der Häuschen vorbeifährt. Sie gelten als “Beschützer” aller Reisende.

 

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