unser Reisemobil Moose – eine Lovestory

unser Reisemobil Moose – eine Lovestory

 

Im Sommer 2018 trafen wir Moose zum aller ersten Mal. Es war ein regnerischer Nachmittag. Und inmitten von anderen Offroadern, Lieferautos und neuen Wohnmobilen stand sie da – auf dem Parkplatz einer Werkstatt in unserer Nachbarprovinz. Rückblickend war es wohl Liebe auf den ersten Blick.

 

Ich (Valeria) erinnere mich noch gut an die erste Probefahrt. Lukas und der Autoverkäufer vorne und ich hinten auf der staubigen Rückbank. Ich strich über die graue, weiche Polsterung. Ich ließ meinen Blick durch das Fahrzeug schweifen, entdeckte kleine Risse und Dellen und rostige Schrauben. Und aus irgendeinem mir rational vollkommen unerklärlichen Grund fühlte es sich doch ‚richtig‘ an.

 

Nach der Probefahrt entschieden wir uns erst gegen Moose. Zu alt, zu schwach, zu teuer … doch irgendwie ließ sie uns nicht los. Und wahrscheinlich war es Schicksal, dass sie bei unserem zweiten Besuch einige Monate später immer noch auf demselben Parkplatz stand. Sie hatte tatsächlich auf uns gewartet.

 

mit Moose in der Wüste Marokko’s

 

Und jetzt, rund 1 Jahr und 30.000km später, fühlt es sich immer noch ‚richtig‘ an.

 

Ach ja übrigens, den Namen „Moose“ bekam unser Wagen, wegen dem Nummerschild, das mit „M O“ beginnt (aber eigentlich für die italienische Stadt  „Modena“ steht) und weil wir von Anfang an fanden, dass der Wagen richtig groß und stark und unzerstörbar aussah – eben wie eine Elchkuh 😉
 
So viel zu Moose und dazu wie sich unsere Wege kreuzten. Aber Moose wäre für uns als Reisemobil nur halb soviel wert, wenn sie nicht ein wunderbares, kleines Schneckenhaus mit sich herumfahren würde.

 

Unsere kleine Wohnkabine war nicht von Anfang an mit dabei.
Als wir Moose kauften, besorgten wir uns für unseren ersten Trip ein gebrauchtes, kleines Dachzelt. Mit der Pickup-Dachzelt Kombi reisten wir bis nach Marokko. Die, mit einem Hardtop geschlossenen, Ladefläche funktionierten wir als „Schrank“ um (sprich: wir stopften da alles irgendwie rein). Die Dachzelt-Kombination war ganz okay, für uns aber nicht wirklich das Gelbe vom Ei.

 

mit Moose und Dachzelt in Marokko

 

Und so kam es, dass wir uns direkt nach unserer Marokkoreise eine gebrauchte, kleine, selbst gebaute Wohnkabine kauften. Wir hatten sehr, sehr großes Glück eine preiswerte, recht gut erhaltene Wohnkabine zu finden, die a) halbwegs auf unseren Pickup passt und b) mit rund 4 Stunden Fahrt nicht allzu weit entfernt war.

 

Also packten wir die Spanngurte ein und fuhren nach Mailand. In der hintersten Ecke einer riesigen Lagerhalle voller schrottreifer Unfallwagen, die die italo-rumänischen Mechaniker wieder reparieren und dann verkaufen wollten,  stand es: unser neues Zuhause.

 

Von außen klein, von innen erstaunlich geräumig mit allem was man braucht: Bett, Tisch, Kochecke, Stauraum, Fenster. Die Wohnkabine war perfekt. Naja, fast jedenfalls. Vor dem Aufladen, mussten wir auf beiden Seiten der Wohnkabine ein jeweils rund 10cm tiefes Loch herausschneiden, damit sie überhaupt auf unsere Ladefläche passte. 😉

 

Und dann hatten wir sie, unsere Traumkombi 🙂 Was folgte, waren ein aufregender Trip nach Albanien, nach Sardinien und Sizilien, ein Wüstentrip nach Tunesien und  unzählige Arbeitsstunden, um den Wagen zu optimieren und die Kabine nach und nach nach unseren Vorstellungen umzubauen.

 

Technische Daten zum Toyota Hilux und all unser hilfreiches zusätzliches Equipment findest du übrigens hier!

 

in der Wüste Tunesien’s

 

 

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