Nachhaltigkeit & Vanlife

Nachhaltigkeit & Vanlife
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Ein mittlerweile – Gott sei Dank – allgegenwärtiges Thema. Ein Thema, das wichtig ist. Ein Thema, das auch im Vanlife gehört werden muss: Nachhaltigkeit.


Wir alle erfreuen uns an der Schönheit der Natur. Wir fahren an den Strand, campen im Wald oder baden im See. Wir lieben die Natur. Die Freiheit. Die Sonnenstrahlen. Die zwitschernden Vögel. Genau deswegen steigen wir eben nicht in irgendeinem Hotel ab, sondern sind mit unseren Vans unterwegs. Sind draußen. Laufen am frühen Morgen durch’s taufeuchte Gras und sitzen abends am Lagerfeuer und lassen uns von den letzten Sonnenstrahlen wärmen. Nachts blicken wir hoch zu den Sternen, die wieder besonders schön funkeln, denn die nächste Stadt ist weit entfernt. Genau für diese Momente machen wir doch all dies, nicht wahr?

 

 

Unsere Erde ist wunderschön und kostbar. Und so schützenswert. Jeder ist dazu aufgefordert, einen möglichst kleinen Fußabdruck auf ihr zu hinterlassen.

Für uns persönlich ist Nachhaltigkeit sehr wichtig. Wir sind bei Weitem nicht perfekt (ich meine, wir fahren mit einem 30 Jahre alten Diesel durch die Weltgeschichte) – aber wir bemühen uns und versuchen uns auf jeder Reise zu verbessern.

Hier möchten wir Dir 10 Punkte für mehr Nachhaltigkeit im Vanlife vorstellen.

 

1. „No“ zu Plastik!


Plastikprodukte und -verpackungen so gut es geht vermeiden – zuhause und im Van:

  •  benutze Jutebeutel und Körbe zum Lebensmitteleinkauf
  •  benutze Stoffsäckchen um Obst und Gemüse zu kaufen und keine Plastiktaschen (oder noch besser: kaufe Obst und Gemüse dort, wo du sie lose auf das Kassierband legen darfst)
  • versuche auf Plastikstrohhalme zu verzichten (es gibt mittlerweile so tolle Alternativen aus Edelstahl, Bambus und Papier, dass wirklich kein Mensch mehr Plastikstrohhalme braucht.)
  • benutze deinen wiederverwendbaren Lieblingsbecher anstelle von Kaffee-To Go Bechern
  • versuche auf Einweg-Plastikflaschen zu verzichten. Wir wissen, dass dies vor allem in einem fremden Land oft nicht ganz einfach ist. Aber wir sollten uns bemühen, umweltschonendere Methoden, als Plastikflaschen, für unser Vanlife zu finden.

Nutze zB. anstelle von 5 einzelnen Wasser-Plastikflaschen, eine 5l Wasser-Flasche.

Besorge dir eine Wasserflasche aus Glas oder Edelstahl, die du immer auffüllen kannst. Oder noch besser: kaufe dir eine Wasserflasche mit integriertem Kohlefilter – mit der kannst du dann weltweit Leitungswasser auffüllen, filtern und hast überall und jeder Zeit sauberes Trinkwasser. Unser Liebling ist die Kohlefilterflasche von Waterwell (mit dem Code „travely“ erhälst du 15% auf deine Bestellung bei Waterwell).

 

 

Nutze Wasserfiltersysteme für deinen Van. Diese kannst du vor deinen Tank einbauen – so wird das Wasser immer gefiltert. Aus deinem Wasserhahn kommt also nur sauberes Trinkwasser.

Oder du entscheidest dich für eine „mobile“ Lösung (so wie wir). Dann füllst du deinen Tank mit Leitungswasser und filterst es erst nachher bzw. nur die Menge, die du zum Kochen und Trinken benötigst. Der Rest des Wassers im Tank kann dann auch ungefiltert benutzt werden (zB. für den Abwasch oder zum Duschen).

Wir persönlich schwören auf den Kohlefilter von Katadyn. Er ist leicht in der Handhabung und „filtert schnell“. Wenn wir auf Reisen sind, filtern wir jeden Morgen ca. 6 Liter durch den Kohlefilter und füllen das Wasser in Glasflaschen. Das reicht den ganzen Tag für’s Trinken und Kochen. 

 

 

2. Augen auf beim Einkauf!


Unser Konsumverhalten ist der größte Beitrag für mehr Nachhaltigkeit, den jeder einzelne von uns leisten kann – egal ob zuhause oder on the road.

  • lokal einkaufen (zB. auf Wochenmärkten. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern untersützt auch einheimische Bauern)
  • saisonal einkaufen (wir selbst „sündigen“ auch manches Mal – kaufen Mangos und Erdbeeren im Winter. Aber wir bemühen uns, dies so selten wie möglich zu machen)
  • weniger tierische Produkte konsumieren

Bitte versteht uns nicht falsch – das soll nicht heißen, dass nun jeder vegetarisch oder vegan leben soll! Sondern viel mehr, dass wir unseren Verbrauch an tierischen Produkten einen anderen Stellenwert geben sollten. Ein saftiges Steak sollte eine Besonderheit sein – etwas Wertvolles. Es sollte vom Bauer um’s Eck kommen. Es sollte von einer Kuh stammen, die ihr Leben lang auf einer grünen Weide herumlaufen durfte…

Qualität statt Quantität – dies ist der größte Beitrag, den jeder einzelne von uns für unsere Erde leisten kann.

 

Wer auf der Suche nach neuen, super leckeren, vegetarischen oder veganen Vanlife-Rezepten ist, findet hier vielleicht das Passende: 


3. „leave no trace“ Prinzip

Verlasse einen (Camping-)Platz stets sauberer, als du ihn bei deiner Anreise vorgefunden hast. Dies ist ein einfacher Grundsatz, an den wir uns auch persönlich gerne halten.

Das soll nicht heißen, dass jeder Vanlifer mit riesen Müllsäcken bewaffnet losrennen und tonnenweise Müll sammeln soll. Vielmehr geht es um die kleinen Dinge, um die Dinge, die wir ohne großen Aufwand in unseren Vanlife-Alltag integrieren können und gerne tun.

Bist du in der Natur unterwegs, hebe kleine Müllstücke auf, nimm sie mit und entsorge sie fachgerecht. Nimmt jeder Vanlifer/Spaziergänger auch nur 3 kleine Stücke mit, werden unserere Strände, Wälder, Felder und Seeufer schon bald sehr viel sauberer sein.

Und ja, auch wenn es nicht DEIN Müll ist, der dort am Strand liegt, ist es wohl DEINE Erde, die darunter leidet! Beschütze sie!

 

 

4. slow down für mehr Nachhaltigkeit!

Wer langsam fährt, kommt auch ans Ziel – und das nicht nur sicherer, sondern auch entspannter und sehr viel umweltbewusster!

Wer zudem langsam reist und sich länger an einem Ort aufhält, schont die Umwelt noch deutlicher. Wir selbst haben uns auch fest vorgenommen, mal länger an einem Platz zu bleiben. Den Strand zu genießen und den See, die Einheimischen kennenzulernen und die lokalen Shops und Restaurants zu unterstützen.

 

 

 

5. auch beim Van-Selbstausbau auf Nachhaltigkeit achten

Auch beim Van-Selbstausbau kann man auf Nachhaltigkeit und natürliche Materialien achten. Das ist zwar nicht überall möglich, aber wenn man sich im Vorfeld ein paar Gedanken darüber macht und sich über Alternativen informiert, kann man sich ein schönes, natürliches Heim auf Rädern schaffen.

Second-Hand und „DIY – Do it yourself“ ist dabei auch eine tolle Möglichkeit für mehr Nachhaltigkeit. Wie wär’s beispielsweise mit einer alten Emaille-Schüssel als Waschbecken? Oder alten Ikea-Brotkästen als platzsparende Eckschränke?

Auf Plattformen wie Instagram und Pinterest gibt es unendlich viele Beispiele für tolle DIY’s, die nicht nur hübsch aussehen, sondern auch noch gut für unseren Planeten sind.

 


6. CO2 kompensation zahlen

Okay, zwar nicht die beste Möglichkeit unserem Planeten etwas Gutes zu tun (denn das wäre, das ausgestoßene CO2 gar nicht erst zu verursachen), doch definitv besser als nichts!

Wir persönlich haben uns FÜR eine CO2 Kompensations-Zahlung entschieden. Nach jeder unserer Reisen, werden wir die Menge des ausgestoßenen CO2’s errechnen, die jeweilige Summe zahlen und damit Hilfs- und Umweltschutzprojekte auf der ganzen Welt untersützen.

Gute Websiten, um den CO2 Ausstoß  zu errechnen, sind Atmosfair und MyClimate.

Unsere getätigten CO2 Kompensations-Zahlungen findest du übrigends hier.

 

7. Müll trennen

Müll lässt sich auf langer Sicht auch im Van nicht vermeiden. Umso wichtiger ist es, ihn richtig zu trennen und – noch wichtiger – ihn später richtig zu entsorgen.

Wir müssen gestehen, dass wir in Sachen Mülltrennung noch Nachholbedarf haben. Zuhause klappt alles Bestens, doch in einem beengten Van, unterwegs in Ländern ohne funktionierende Müllentsorgung, wird das Thema schon schwieriger.

Papier und Karton (zB. von Verpackungen) kann relativ einfach gefaltet und platzsparend gesammelt werden. Beim nächsten Lagerfeuer wird es dann verbrannt. (Natürlich vorher immer auf die lokalen Regelungen für offene Feuerstellen achten und Klebeband und ähnliches entfernen!)

 

 

Dosen und Glas sollte in den dafür vorgesehenen Mülleimern entsorgt werden. Wenn es die nicht gibt, können Dosen und Glasbehälter gewaschen und bis zum nächsten geeigneten Entsorgungsort im Van gelagert werden (Dosen zusammendrücken). Große Fahrzeuge sind hier klar im Vorteil.

Plastikflaschen zusammendrücken und separat oder zusammen mit anderen Plastikverpackungen und herkömmlichen Restmüll in Mülleimern – und nur dort! – entsorgen. Auch wenn man in einem fremden Land viele Müllsäcke lose am Straßenrand und verstreut auf Felder liegen sieht – bitte macht das nicht! Seid ein Vorbild und bringt euren Restmüll dorthin wo er hingehört: in die Mülltonne.

Die wenigen Kochabfälle, die wir haben (zB. Gemüse- und Obstabschnitte), entsorgen wir in der Natur.

 

8. Solar Energie nutzen

Nachhaltigkeit bedeutet auch wo möglich erneuerbare Energien zu nutzen. Die beste im Vanlife anwendbare erneuerbare Energie ist: die Sonne.

Solarpanele lassen sich einfach und praktisch auf alle Fahrzeugdächer montieren und liefern sauberen Strom für Smartphones, Laptops, Kühlschränke usw.

Bereits mit einem 200 Watt Solarpanel kann man genügend Strom erzeugen, um mehrere Tage lang mit Energie versorgt zu sein.

Für alle, die keine Solarpanele auf das Fahrzeugdach montieren möchten oder dort keinen Platz haben, gibt es die Möglichkeit einer mobilen Solarplatte, die überall dort aufgestellt werden kann, wo das Sonnenlicht gerade hinfällt. Es gibt sie in allen Größen und Varianten –  faltbar oder fest, mit Schnallen, um sie auch an Rucksäcke hängen zu können (super praktisch beim Wandern!).

Wir persönlich benutzen: 1 kleines tragbares Solarladegerät von Big Blue  und 1 tragbares Solarladegerät von Decathlon (beide um USB Geräte aufzuladen. Beide sind faltbar und nehmen somit nur wenig Platz weg. Sie können auch am Rucksack befestigt werden). Des weiteren haben wir 2x 100 Watt Solarpanele von DOKIO auf dem Fahrzeugdach.

9. nachhaltige Hygienprodukte benutzen

Auch unser Badezimmer sollte mit möglichst nachhaltigen Produkten bestückt werden – nicht nur zuhause, sondern auch on the road. Das soll nicht heißen, dass jetzt plötzlich jeder seine Haare nur mehr mit Roggenmehl waschen soll. Vielmehr sollten nach und nach kleine Schritte Richtung Nachhaltigkeit unternommen werden.

  • Plastik-Wattestäbchen durch Wattestäbchen aus Bambus ersetzen (es gibt sie mittlerweile auch aus Holz oder Papier. Tipp: bei DM gibt es günstige Wattestäbchen aus Papier in süßen Papp-Kartons)
  • für Shampoo und Duschgel feste Shampoobars benutzen bzw. sogar selber machen (so vermeidet man nicht nur jede Menge Plastikmüll, sondern spart Platz und schont die Umwelt, denn die Shampoobars bestehen meistens aus natürlichen Ölen)
  • für die Ladies: wasch- und wiederverwendbare Abschminkpads benutzen. Tampons und Binden gegen eine Menstruationstasse tauschen.


Es gibt wahrlich die verschiedensten Methoden, um sein (rollendes) Badezimmer plastikfrei und nachhaltig zu gestalten. Mittlerweile gibt es auch viele informative Bücher zu dem Thema.

 

 

10. die Natur respektieren

Es gibt Gebiete auf der Welt, die einen besonderen Schutz verdienen. Sie sind Heimat von seltenen Tieren und Pflanzen und empfindlichen Ökosystemen. Oft sind sie durch Natur- und Nationalparks geschützt. Doch auch wenn sie nicht durch Zäune oder Hinweisschilder beschützt werden, sollten wir sie und ihre Bewohner achten.


Sprich: Abstand von wilden Tieren halten und nicht einfach die Straßen und Pisten verlassen und querfeldein durch die Pampa brettern. Jedes Fleckchen Natur ist das Heim von tausenden von Lebewesen. Vor allem Offroader – zu denen wir auch zählen – sollten sich dies immer vor Augen halten.

 

 

 

Wir möchten noch einmal betonen: wir selbst sind weit entfernt von perfekt! Wir machen auch Fehler. Und möchten niemanden in seiner Lebensweise verurteilen.

Doch versuchen uns zu verbessern – jeden Tag und mit jeder Reise.
Hast du vielleicht noch weitere Tipps und Tricks für mehr Nachhaltigkeit im Vanlife? Schreib‘ uns gerne! 🙂  

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