Bali

Bali

 

Bali ist genauso wie man es sich immer vorgestellt hat. Ein bunter, heiterer Mix aus Surfer, Hippies und Foodblogger. Zwischen all den veganen Smoothiebowls, den Traumfängern, den versteckten Tempeln und farbenfrohen Obstständen wird man sich früher oder später in die Insel verlieben – so wie schon so viele andere Reisende auch. 

Bali ist zwar klein, jedoch mit einer unglaublichen landschaftlichen Schönheit und Vielfalt gesegnet. Dschungel, Reisfelder, Strände, Klippen, Vulkane, Wasserfälle. Die Insel ist ein Paradies für Outdoorfans! Mit ihren unzähligen Restaurants und Cafés ist die Insel auch ein Paradies für Foodies. Mit ihren niemals enden wollenden Parties ein Paradies für Feierwütige. Mit ihren legendären Wellen ein Paradies für Surfer. Und und und… Bali bietet wirklich für jeden Geschmack etwas.

Vor allem in den letzten Jahren verwandelte sich die kleine indonesische Insel zu einer der beliebtesten Reisedestinationen der Welt! Dementsprechend trubelig kann es in den Touristen Hotspots werden – doch auch Ruhesuchende werden auf Bali immer noch fündig.

Hier haben wir all unsere Lieblingsorte und Highlights für dich zusammengestellt: 

 

 

 

allgemeine Infos

Bali ist eine der rund 17.000 Inseln Indonesiens und liegt zwischen der großen Insel Java im Westen und dem kleinen Lombok im Osten.

Hauptstadt der knapp 6.000km² großen Insel ist Denpasar. Dort befindet sich auch der einzige, internationale Flughafen des Eilandes.
Hauptreligion auf der Insel ist der Hinduismus (rund 90% der balinesischen Bevölkerung bekennen sich dazu). Religion und Glaube spielt eine sehr große Rolle auf der Insel. Täglich wird irgendwo eine Zeremonie abgehalten, vor jedem Haus, Tempel und Schrein liegen schön drappierte, kunterbunte Opferschälchen.

Englisch ist weit verbreitet und wird praktisch überall gesprochen – wenn auch oft in einer schwer verständlichen Aussprache.

Bali zählt zu den am meisten besuchten Destinationen Indonesien’s und hat sich vor allem in den letzten Jahren zu einem der beliebtesten Reiseziele der Welt gemausert.

Bali’s Landschaft ist äußerst vielfältig und reicht von fantastischen Stränden über saftig grüne Reisterrassen, Steilklippen und Regenwälder bishin zu hoch aufragenden Vulkangipfeln.

Die kleinen, balinesichen Restaurants und Imbissstände werden “Warung” genannt und bieten meistens gutes, günstiges Essen.

 

Anreise

Die meisten Reisenden kommen mit dem Flugzeug nach Bali. Einziger Flughafen: der moderne, internationale Flughafen von Denpasar im Süden. Hier landen Flüge aus aller Welt praktisch im Minutentakt. Der Flughafen ist groß, weitläufig und mit einer Vielzahl an schicken, hochpreisigen Restaurants und Shops ausgestattet.

Nur relaiv wenige Reisende bevorzugen den Seeweg um nach Bali zu gelangen. Täglich pendeln große Fähren zwischen Java, Lombok und Bali. Vereinzelt gibt es auch Verbindungen von/nach kleineren Inseln.

Vom/zum Flughafen:

Reisende, die in Bali ankommen, können sich ein Taxi nehmen (viele aufdringliche Taxifahrer warten direkt an der Ankunftshalle) oder man bucht sich (vorab!) ein Grab oder Gojek. Achtung: da die Shuttledienste von Gojek und Grab unter den Einheimischen nicht gerne gesehen sind, sollte man nicht die Ankunftshalle des Flughafens, sondern ein nahes Parkhaus oder ähnliches als Treffpunkt mit dem Fahrer abmachen.

Reisende, die zum Flughafen fahren, sollten weder mit dem Taxi, noch Grab oder Gojek Probleme haben.

Unser Tipp: wer sich nach einem langen, internationalen Flug den Taxistress am Flughafen sparen möchte oder mitten in der Nacht ankommt, sollte sich für die erste Übernachtung eine Unterkunft in der Nähe des Flughafens suchen. Dann kann man ganz entspannt ankommen, schlafen und am nächsten Morgen fit und ausgeruht in das “Abenteuer Bali” starten.

Wir können das kleine Kira House empfehlen. Es liegt nur wenige Gehminuten vom Flughafengelände entfernt (von der Ankunftshalle aus über den Parkplatz laufen, die Straße überqueren und schon ist man inmitten der kleinen Gässchen, in denen das Gästehaus liegt. Bei der Navigation hilft die “Maps.me App”). Das Kira House hat saubere, erstaunlich geräumige Zimmer, sehr freundliche Gastgeber und bietet ein tolles Preis-Leistungsverhältnis. Trotz der Nähe zum Flughafen ist es in den Zimmern sehr ruhig.

 

Visum

Die Visumsituation in Indonesien und Bali ändert sich ständig. Man sollte sich vor Reiseantritt auf jeden Fall gut über die aktuellen Bestimmungen informieren.

Zur Zeit unserer Balireise hatten Touristen zwei Möglichkeiten: entweder visumfrei einzureisen oder aber ein kostenpflichtiges Visum für 30 oder 60 Tage zu beantragen.

Besucher dutzender Länder haben die Möglichkeit visumfrei nach Bali und Indonesien einzureisen – sprich: sie bekommen ein kostenloses 30 Tage Visum bei Ankunft. Aber aufgepasst: dieses Visum kann nicht verlängert werden und man darf das Land nur über bestimmte Flughäfen/Häfen verlassen (der Flughafen Denpasar ist in Ordnung).

Gäste, die sich für ein kostenpflichtiges Visum entscheiden, können dies im Voraus oder an einem der großen Flughäfen/Häfen Indonesiens (wie zB. in Denpasar) beantragen. Es kostet ca. 35US$ (unbedingt den exakten Bargeldbetrag bei sich haben!). Das kostenpflichtige Visum kann auch um 30 Tage verlängert werden.

 

Reisezeit

In Bali ist es ganzjährig sehr warm (die Durchschnittstemperaturen liegen bei 25 Grad). Die beste Reisezeit um Bali zu besuchen ist der europäische Sommer (Hauptsaison ist der August). Von April bis September ist es trocken und heiß. Von Oktober bis März herrscht Regenzeit. Aufpassen: auch wenn es an Bali’s Strandorten schön warm und sommerlich ist, kann es in höher gelegenen Gegenden, wie zB. in Ubud, empfindlich kühl werden.  

 

Währung & Preise

Bali’s Währung ist die Indonesische Rupiah. Am besten reist man mit Bargeld an und wechselt es dann am Flughafen in Denpasar in Rupiah. In den modernen Tourismushotspots wie Kuta, Canggu oder Bali gibt es zahlreiche Geldautomaten. Außerdem werden in den meisten Hotels und Restaurants Kreditkarten akzeptiert.

In ländlicheren Gegenden, wie zB. in Amed, sieht das jedoch ganz anders aus! Geldautomaten außer Betrieb sind an der Tagesordnung. Kreditkarten werden oft nur in großen Resorts oder von Ausländern geführten Shops/Restaurants akzeptiert. Es ist also ratsam immer ein wenig an Bargeld dabei zu haben.

Bali gilt im allgemeinen als günstiges Reiseland. Doch dank der massiven Popularität der Insel sind nicht nur die Besucherzahlen, sondern auch die Preise gestiegen. Viele Lokale in den Touristenhotspots haben ihre Preise an den europäischen und amerikanischen Standart angepasst. Luxusunterkünfte und Gourmetrestaurants werden immer beliebter und schießen praktisch wie Pilze aus dem Boden. Aber auch Sparfüchse und Low-Budget Backpacker kommen nicht zu kurz – sie müssen eventuell jedoch ein wenig suchen, bis sie ein gutes, günstiges Restaurant oder eine Unterkunft mit gutem Preis-Leistungsverhältnis finden. In den ländlicheren Gebieten sind die Preise niederer.

 

Internet

In Bali’s Touristenorte wie Kuta, Seminyak, Canggu, Ubud und Uluwatu gibt es praktisch überall gutes und schnelles Wifi. In ländlicheren Gegenden wird es schon etwas schwieriger. Wer absolut flexibel sein möchte, sollte sich bereits am Flughafen mit einer indonesischen Simkarte ausstatten.

 

Verkehr

Der Verkehr auf Bali ist gelinde gesagt: C H A O T I S C H ! Die Straßen sind schmal und kurvenreich. Überall trifft man auf mitten auf der Straße geparkte Fahrzeuge, Eselskarren, Fußgänger und Rollerfahrer. Der Fahrstil der Einheimischen ist kamikaze-mäßig, die Geschwindigkeit ist hoch, die Überholmanöver riskant. Wer sich selbst hinter das Steuer eines Fahrzeugs begibt, sollte sehr geübt sein und Nerven aus Stahl besitzen. Auch Fußgänger sollten vorsichtig sein – vor allem beim Überqueren der Straße. Bali’s Verkehr ist berüchtigt und gefährlich – jeden Tag gibt es Todesopfer. Besucher sollten also wirklich vorsichtig sein.

unterwegs vor Ort

Motoroller:

Bali ist nicht sonderlich groß. Doch die Straßen sind kurvig und hügelig. Autobahnen oder Schnellstraßen, wie wir sie aus Europa kennen, gibt es nicht. Oft muss man große Umwege auf sich nehmen. Auch öffentliche Verkehrsmittel sind rar.

Ein eigener fahrbarer Untersatz ist deshalb in vielen Fällen von großem Vorteil. Dabei sind Motoroller die günstigste Variante (sie kosten ca. 60.000R pro Tag = 4 Euro). Überall in Bali können Motoroller gemietet werden (bei Gästehäusern, Hotels oder Roller-Shops).

Um sich einen Roller zu leihen, muss man einen internationalen Führerschein vorweisen können (der nationale Führerschein muss auch mitgeführt werden – da der internationale sonst nicht gültig ist). Aufpassen: rein theoretisch müsste man sogar einen internationalen MOTORRADführerschein haben – dies wird in der Regel jedoch nicht kontrolliert. 

Achtung: der Verkehr auf Bali ist absolut chaotisch und Unfälle sind an der Tagesordnung! Nur geübte Fahrer sollten sich einen Roller mieten! Niemals ohne Helm fahren! Im Falle eines Unfalles wird man als Ausländer meist zur Kasse gebeten – auch wenn man nicht der Unfallverursacher war. Auch über korrupte Polizisten wird oft berichtet und scheint in Bali an der Tagesordnung zu stehen. Als Tourist hat man leider wenig Chancen dem entgegen zu wirken. Die geforderten “Strafen” – ob nun gerechtfertigt oder nicht – fallen jedoch meist sehr, sehr klein aus. 

 

Taxi:

Taxis (oder die asiatische Versionen von Uber: Gojek und Grab) sind auf Bali auch sehr beliebt. Man kann sich ohne Probleme quer über die Insel fahren lassen – ist nur eine Frage des Preises.

Normalen Taxis wird vor allem in den letzten Jahren ein schlechter Ruf nachgesagt. Zu oft versuchen Taxifahrer ihre Kundschaft über’s Ohr zu hauen. Deswegen gilt: vor Fahrtantritt den genauen Zielort und den Preis aushandeln oder darauf bestehen, dass das Taxameter eingeschaltet wird.

 

Grab & Gojek:

Die Shuttledienste von Grab und Gojek sind bei den Reisenden jedoch zunehmend beliebt. Sie kosten in der Regel sehr viel weniger als ein normales Taxi. Die Fahrzeuge sind oft in einem besseren Zustand und die Fahrer freundlicher. Buchen kann man beide Dienste über eine App – einfach den Abfahrts- und Zielort eingeben. Der Fixpreis wird einem sofort angezeigt. Oft schickt der Fahrer auch eine persönliche Nachricht.

Doch anscheinend werden die Shuttledienste von Grab und Gojek von den Einheimischen selbst nicht gern gesehen. Viele Ortschaften (wie zB. Canggu) haben sie sogar komplett verboten (Fahrzeugen dieser Dienste wird die Einfahrt in die Stadt verwehrt). Wir persönlich waren bei unseren Buchungen mit den Shuttlediensten jedoch immer erfolgreich (sogar in Canggu). Wir können die Dienste nur weiterempfehlen!

 

Minibusse:

Eine weitere sehr praktische Art auf Bali von A nach B zu gelangen, sind die beliebten Minibusse. Sie fahren täglich kreuz und quer über die Insel und verbinden alle für Touristen interessanten Ortschaften miteinander. Zwischen den beliebtesten Destinationen verkehren sie sogar mehrmals am Tag.

In jedem Reisebüro können Tickets für die Minibusse erworben werden – oft auch noch sehr kurzfristig. Die Preise sind oft günstiger, als für Taxis oder andere Shuttledienste – die Fahrt dauert wegen der vielen Zwischenstopps jedoch oft länger. Nachteil: man wird meistens nicht direkt an seiner Unterkunft abgeladen, sondern muss für das letzte Stückchen laufen oder ein Taxi nehmen.

 

Gefahren & Ärgernisse

Bali gilt als sehr sicheres Reiseziel. Übergriffe auf Touristen sind sehr selten. Die wahrscheinlich größten Gefahren für Reisende sind: das Meer und der chaotische Verkehr. Surfer und Schwimmer sollten sehr vorsichtig sein – Bali’s Wellen sind legendär, die Strömungen stark. Im Verkehr herrscht praktisch Anarchie – hier ist also Obacht geboten (siehe auch Punkt “Verkehr”).

Des Weiteren sollten sich Touristen vor Betrügern in Acht nehmen. Oft werden viel zu hohe Preise verlangt. Wie in allen südostasiatischen Ländern gilt auch in Bali: handeln, handeln, handeln! Die sehr hartnäckigen Händler sind zwar nervig, doch wer nichts kaufen möchte, sollte sie einfach ignorieren.

Eine, der nicht so schönen Seiten von Bali: der viele Plastikmüll am Strand. Es fällt schwer diese Worte zu tippen, doch in all unseren Reisen haben wir noch nie so verschmutzte Strände, wie im Westen Bali’s gesehen. Tausende kleiner Plastikteile, Strohhalme, Fischernetze, Plastikflaschen und -tüten werden von den Wellen angeschwemmt. Vor den noblen Resorts wird der Strand gesäubert, an den öffentlichen Abschnitten jedoch nicht. Am schlimmsten war es in Kuta und Seminyak. In Canggu und Uluwatu war es etwas besser. An den ruhigen Stränden von Amed war es hingegen sehr sauber.

 

Gesundheit:

Das häufigste gesundheitliche Risiko für Bali-Reisende ist der sogenannte “Bali Belly” – also ein Magen-Darm Infekt. Touristen sollten nur abgefülltes Trinkwasser trinken und wenn möglich auf Eiswürfel verzichten. Obst und Gemüse sollte wenn möglich geschält sein, Fleisch und Fisch gut durchgegart.

Gäste sollten sich vor tollwütigen Hunden in Acht nehmen. Sie sind ein zunehmendes Problem auf der Insel. Bei Bissen oder Kratzern sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Moskitos sind, wie in allen tropischen Ländern, auch in Bali ein Thema. Am besten schützt man sich mit einem Moskitospray (zB. von Autan) und trägt vor allem in der Dämmerung langärmelige Kleidung. (Bali gilt als Malaria-freie Zone – eine Profilaxe ist also nicht nötig. Achtung: viele andere indonesiche Inseln liegen jedoch im Malariagebiet!)

Es bestehen zwar keine Pflichtimpfungen für eine Reise nach Bali, dennoch sollte man vor Reiseantritt einen Tropenmediziner aufsuchen und mögliche gesundheitliche Gefahren abklären.

 

Do’s and Don’ts

Wie in jedem hinduistisch geprägten Land, wird auch in Bali Harmonie groß geschrieben. Herumpöbelnde und ausfallend werdende Touristen sind nicht gerne gesehen. Die Devise heißt: auch wenn der hartnäckige Händler noch so nervig ist, nie nie niemals die Kontenance verlieren!

Niemals den Kopf eines Menschen berühren (auch nicht den eines Kindes) – der Kopf einer Person wird als “heilig” betrachtet.
Stehen Schuhe und Sandalen vor einem Haus oder Tempel, sollten Besucher es den Einheimischen gleich tun und auch ihre Schuhe ausziehen und vor der Türschwelle stehen lassen. Hat man ein Zimmer in einem Gästehaus gebucht, fragt man bei Anreise am besten nach, ob man seine Schuhe ausziehen soll oder nicht.

Freizügige Kleiung ist bei Besuch eines Tempels unangebracht (Beine und Schultern sollten bedeckt sein). Manches Mal muss/kann am Eingang ein Sarong ausgeliehen werden.

Darauf achten Dinge mit der rechten Hand zu reichen/entgegen zu nehmen. In den meisten südostasiatischen Ländern gilt die linke Hand als “unrein”.

Auch wenn es schwer fällt – denn sie sind wirklich überall – versuche nicht auf die kleinen, bunten Opfergaben-Schälchen am Straßenrand zu treten!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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