Es gibt Orte, die fühlen sich an, als hätte jemand die Zeit ein kleines bisschen langsamer gestellt. Das Vigiljoch ist genau so ein Ort. Kein Verkehr, kein Lärm – nur Wälder, Wiesen und dieses leise Gefühl von „hier oben ist alles irgendwie leichter“.
Autofrei ins Glück – mit Seilbahn & nostalgischem Sessellift
Schon die Anreise aufs Vigiljoch ist Teil des Erlebnisses. Von Lana aus schwebst du zuerst mit der Seilbahn nach oben – und lässt den Alltag Schritt für Schritt im Tal zurück.
Und dann kommt mein persönliches Highlight: der nostalgische Sessellift. Langsam schwebst du fast geräuschlos über Wiesen und durch lichte Wälder, die Sonne im Gesicht, der Blick wird weiter, der Kopf ruhiger. Kein Stress, kein Ziel – einfach nur dieses sanfte Dahingleiten. Fast ein bisschen meditativ.
Oben angekommen merkt man sofort: Das Vigiljoch ist anders. Ursprünglicher. Leiser. Und genau deshalb so besonders. Das Vigiljoch ist seit Jahrhunderten eng mit Lana verbunden. Schon immer diente es als Rückzugsort für alle, die Natur ohne Trubel erleben möchten.


Übernachten beim Jocher – Fine Dining trifft Bergidylle
Ein echtes Highlight ist die Übernachtung beim Gasthof Jocher, direkt neben dem kleinen St. Vigilius Kirchlein (und nur rund 10 Gehminuten von der Bergstation des Sessellifts entfernt). Allein diese Lage wirkt fast unwirklich schön – besonders in den Abend- und Morgenstunden.
Kulinarisch hebt sich der Jocher definitiv ab: Hier erwartet dich kein klassisches Hüttenessen, sondern ein hochwertiges 3-Gänge-Menü mit viel Liebe zum Detail. Regionale Zutaten, kreativ umgesetzt – irgendwo zwischen alpiner Küche und Fine Dining.
Und genau das macht den Abend so besonders: draußen die stille Bergwelt, drinnen ein Essen auf richtig hohem Niveau in traumhafter Kulisse (zum Beispiel in der urigen, getäfelten Bauernstube).
Am nächsten Morgen geht’s kulinarisch genauso stark weiter, wie der Abend aufgehört hat. Statt einfachem Hüttenfrühstück erwartet dich auch hier Qualität, die man so auf dem Berg vielleicht nicht unbedingt erwartet.
Frische, regionale Produkte, liebevoll angerichtet – von knusprigem Brot über feine Aufstriche bis hin zu allem, was man sich für einen perfekten Start in den Tag wünscht. Dazu ein guter Kaffee, die klare Morgenluft und dieser Blick über die stillen Wiesen und Wälder des Vigiljochs.
Ganz ehrlich: Viel besser kann ein Wandertag eigentlich nicht beginnen.



Wandern am Vigiljoch: zwischen Wiesen, Wäldern & Weitblick
Die Landschaft am Vigiljoch ist sanft, weit und unglaublich entschleunigend. Statt schroffer Felsen erwarten dich weiche Almwiesen, lichte Lärchenwälder und immer wieder dieser Blick ins Tal.
Eine besonders schöne Runde startet beim Jocher Richtung Gampl Alm – ein besonderes Highlight für kleine Wanderfreunde. Bei der Gampl Alm wird Familienzeit groß geschrieben. Hier gibt’s neben leckerem Essen nämlich auch einen großen Spielplatz, einen Kletterpark und einen Streichelzoo. (Übrigens: übernachten können Familien hier auch! Die Gampl Alm vermietet mehrere schöne Ferienwohnungen.)
Unsere Wanderung führt weiter zum Gasthaus Seespitz und zur Schwarzen Lacke, die wir bereits nach rund 30 Minuten erreichen, und weiter über den schönen Panoramaweg zurück zur Bergstation der Seilbahn Vigiljoch. Der Name macht dem Wanderpfad alle Ehre – immer wieder stößt man auf sagenhaft schöne Aussichtspunkte mit Blick über das gesamte Etschtal.
Bevor es nach einem wundervollen Wandertag dann mit der Seilbahn wieder Richtung Tal geht, lohnt noch ein kurzer Absacker in der bezaubernden Stube Ida, dem Restaurant des Vigilius Mountain Resorts.


Wildkräuterwochen – wenn das Vigiljoch nach Frühling schmeckt
Im Frühling zeigt sich das Vigiljoch noch einmal von einer ganz besonderen Seite. Während der Wildkräuterwochen dreht sich auf den Almen alles um frische, regionale Zutaten direkt aus der Natur.
Die Gerichte sind kreativ, überraschend und passen perfekt zu diesem ursprünglichen Ort. Ein bisschen Genuss, ein bisschen Natur – und ganz viel Geschmack.


Fazit: Das Vigiljoch – ein Ort zum Durchatmen
Das Vigiljoch ist kein Ort für Eile. Es ist ein Ort zum Ankommen, zum Durchatmen und zum Bleiben.
Zwischen autofreier Anreise, sanften Landschaften, besonderen Genussmomenten bei den zahlreichen charmanten Gasthöfen und Almhütten und entspannten Wanderungen entsteht hier etwas, das man schwer beschreiben kann – aber sofort fühlt.
Oder anders gesagt: Du kommst hoch – und willst eigentlich gar nicht mehr runter.
Und noch ein Tipp: auf den offiziellen Homepages des Vigiljochs und des Tourismusvereins Lana findest du jede Menge nützlicher Infos für deine nächste Wanderung am Vigiljoch!





