Phuket – von Rotlicht und Rafting

Phuket – von Rotlicht und Rafting

Phuket ist Thailands größte und meistbesuchte Halbinsel. Von Party und vollgestopften Ausgehmeilen bis luxuriösen, abgeschiedenen und äußerst ruhigen Stränden hat Phuket alles zu bieten. Seien es Familien, Pärchen oder feierwütigen Springbreakern – sie alle werden auf der Insel fündig und glücklich werden.

Phuket lässt sich sehr bequem mit dem Flugzeug erreichen (oder Bus oder Zug). Vom Flughafen im Norden der Insel kann man dann mit einem Taxi oder Bus zum gewünschten Strand fahren. Auf der Insel gibt es mehrere Dörfer und Siedlungen, die alle ihren ganz eigenen Charakter haben.

Patong Beach

Patong ist der Inbegriff des thailändischen Massentourismus. Es gibt einen schönen, weiten Strand, der aus allen Nähten platzt, unzählige Wassersportmöglichkeiten, Malls und Shops, Restaurants, Märkte und eines der berüchtigtsten „Rotlicht“- Viertel Thailands – die Bangla Road. In Patong kann man auf jeden Fall Spaß haben – sehr, sehr viel Spaß. Es ist jedem selbst überlassen, ob einem der Trubel zusagt oder nicht, doch am Abend einmal an der Bangla Road entlang geschlendert zu sein, ist mit Sicherheit ein unvergessliches Erlebnis.

Bei unserem ersten Thailandurlaub haben wir eine ganze Woche in Patong verbracht. Und was soll ich sagen, es war einer der schönsten Urlaube. Es war “anders”. Heute würde ich zwar wahrscheinlich nicht mehr nach Patong fahren, doch ich möchte ihn nicht missen. Wir lagen am Strand und haben uns die Sonne auf den Bauch scheinen lassen, haben kühles Bier getrunken und frittierte Snacks gefuttert, die uns unentwegt von fliegenden Händlern gebracht wurden. Wir sind Bananaboat gefahren, am Strand spaziert und haben Beachball gespielt. Am Abend haben wir an kleinen Garküchen köstliches Pad Thai geschlemmt und haben dann jede Nacht in der Bangla Road gefeiert. Die eine Meile lange Straße, die am Abend für den Verkehr gesperrt wird, bietet unzählige Restaurants und Pubs, GoGo-Bars und PingPong-Shows. Klar, das gefällt nicht jedem und der moralische Aspekt dahinter ist mehr als fragwürdig, doch wir haben damals ausgesprochen tolle Abende verbracht.

Bangla Road Phuket

Alles außerhalb von Patong ist schon sehr viel weniger touristisch und überfüllt. Kamala Beach und Karon Beach haben sehr schöne Resorts und relativ ruhige Strände, an denen das Wasser schon merklich klarer ist. Es gibt dort zwar immer noch eine gute Infrastruktur, Bars, Restaurants, Clubs und Shops, doch es ist um einiges relaxter als in Patong – dafür muss man aber auch lange Wege in Kauf nehmen, sobald man am Abend auch mal einen Blick auf die ausgelassene Partystimmung in Patong werfen möchte.

Überall in Phuket kann man bei kleine Reisebüros Ausflüge und Touren buchen. Dabei werden von mehrtägigen Ausflügen zu den paradiesischen Similan Islands bis zum Rafting im dichten Dschungel alles angeboten. Wir haben uns für eine Tour zur berühmten Phi Phi Island und eine Elefantenreiten/Rafting Tour entschieden (solche 1 Tages-Touren kosten je nach Leistungen rund 20€).

Maya Beach auf Phi Phi Leh

Phi Phi Island

Ein Shuttle holte uns am frühen Morgen direkt an unserem Hotel ab und nach ein paar Stunden kamen wir zu einem großen Hafen, in dem ein Boot bereits auf uns und die zahlreichen anderen Touristen wartete. Eine turbulente Fahrt mit dem Schnellboot brachte uns anschließend erst zum Monkey Beach (ein kleiner Strand, an dem niedliche Äffchen herumlaufen – Achtung: nicht anfassen und auf sein Hab und Gut aufpassen – die Affen stehlen alles!), dann zum berühmten James Bond Felsen und später nach Phi Phi Don. Auf der großen Insel gab es Mittagessen und wir hatten ein wenig Zeit um durch die engen Gässchen voller Shops und Bars zu schlendern. Dann ging es weiter nach Phi Phi Leh (unserem eigentlichen Ziel). Endlich waren wir am ersehnten Strand – der berühmten Maya Bay aus „The Beach“. Der Strand sieht wirklich so aus wie im Film. Schneeweißer Sand, glasklares Wasser, von hohen Klippen umgeben, die nur auf einer Seite zum Meer hin ein wenig geöffnet sind, doch es gibt leider einen riesen großen Haken. Nämlich die Milliarden von Touristen, die Tag ein Tag aus die Inselidylle zerstören. Nach ein paar Stunden ging es dann auf eine weitere kleine Insel, die eher einer Sandbank glich und wirklich ausgesprochen hübsch war. Doch leider zog ein Sturm auf und die Heimfahrt mit dem Boot wurde zum Alptraum. Jedem auf dem Boot wurde im wahrsten Sinne des Wortes „kotzübel“… weitere Details möchte ich euch ersparen…

Elefantenreiten

Elefantenreiten / Rafting

Wir wurden erneut von einem Shuttle an unserem Hotel abgeholt und fuhren stundenlang Richtung Norden. Dann durften wir erst eine Runde auf Elefanten durch den Busch reiten (es war sehr toll) und anschließend eine aufregende Wildwasser – Raftingtour durch den Dschungel machen. Es war wirklich ausgesprochen amüsant und wunderschön. Ein Erlebnis, das man nie wieder in seinem Leben vergisst. Danach besuchten wir noch eine Monkey Cave (Höhle, an der mehrere Äffchen herumlaufen. Achtung: nicht anfassen! Eine meiner Freundinnen wurde leider gebissen. Die Wunde entzündete sich und so besuchten wir am nächsten Tag das Krankenhaus in Phuket und später dann auch in Bangkok. Anmerkung: die Krankenhäuser und Behandlungen sind auf einem ausgesprochen guten Niveau und haben europäischen Standard).

Solche Touren sind oft sehr touristisch, überfüllt und wenig authentisch. Doch sie bieten gute Möglichkeiten um dem Strandleben kurz zu entfliehen und ein bisschen mehr von Thailand zu sehen, als nur Liegestühle und Jetskis.

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