Uluru

Uluru

 

Ein roter, riesiger Felsen mitten im Nirgendwo – der Uluru, oder auch Ayers Rock, verzaubert seit Jeher.

Von Weitem ist sein Anblick nicht sonderlich spektakulär – ein großer, aber gewöhnlicher runder Felsbrocken. Doch sobald man ihm näher kommt, verändert sich die Atmosphäre. Und irgendwann kommt er – dieser ganz besondere, ja fast schon magische Moment, in dem sich alles ändert. Plötzlich erkennt man die Furchen. Die Kratzer. Die Wellen. All die kleinen und großen Besonderheiten des Felsens. Als hätte jemand ein Licht auf etwas geworfen, das vorher im Schatten lag. Auf etwas Tieferes. Auf etwas Bedeutenderes. Auf etwas Bewegendes … und genau dieses Gefühl lässt einem nie wieder los.

 

Blick auf die Felsmassen des Uluru

Nichts kann den Besucher auf die Unermesslichkeit, die Erhabenheit, die wechselnden Farben und Stille dieses Felsens vorbereiten. Der Anblick ist einfach unvergesslich.“ (Lonely Planet)

Der Uluru zählt zu den wohl weltweit bekanntesten Sehenswürdigkeiten überhaupt und ist DAS Aushängeschild Australiens. Der Besuch ist ein absolutes Muss!

Der strahlend rote Felsen ist unfassbare 3,6km lang und 350m hoch – es wird jedoch vermutet, dass er eigentlich sehr viel größer ist und rund zwei Drittel seiner Masse versteckt unter dem Sand liegen.

 

rund um den Ayers Rock

 

Highlights rund um den Uluru:

Ein wunderschöner Scenic Drive führt einmal rund um den Felsen und zu vielen schönen Aussichtspunkten – jeder Besucher sollte mindestens einmal um den Uluru herumfahren, um ihn aus allen Blickwinkeln bestaunen zu können.

Des Weiteren gibt es mehrere Wanderwege. Die breiten, flachen und gut präparierten Wege führen komplett oder nur teilweise um den Uluru (die meisten sind auch für Fahrräder, Kinderwagen und Rollstühle geeignet).

Eine der beliebtesten Wanderungen dabei ist der Base Walk. Dieser führt in 10,6km einmal rund um den Felsen (3-4 Stunden). Bei dieser Wanderung lernt man den Uluru auf eine ganz besondere Art und Weise kennen. Man sieht seine Kanten und Kerben, die Schattierungen, den Farbwechsel. Ein unvergessliches Erlebnis!

Insidertipp: am Visitor Center gibt es einen Fahrradverleih. Wer möchte, kann den Base Walk auch mit dem Drahtesel bewältigen 😉

 

am Mutitjulu Waterhole

 

Ein ganz besonderer Ort am Uluru ist das Mutitjulu Waterhole. Ein permanent gefülltes Wasserloch an den Flanken des roten Felsens – eine kleine Oase inmitten der Wüste. Vögel zwitschern, das Wasser ist ruhig und schwarz. Ein magischer und vor allem sehr erstaunlicher Ort!

Am besten man kommt sehr, sehr früh vorbei, um den Touristenmassen zu entfliehen. Das Wasserloch lässt sich im Rahmen einer Wanderung oder ganz bequem per Auto erreichen.

Wanderer aufgepasst: die Wege rund um den Uluru sind zwar nicht sehr anspruchsvoll, man sollte sie jedoch nicht unterschätzen! Die Sonne ist hier dein größter Feind! Und die kann wirklich erbarmungslos sein. Unbedingt ausreichend Wasser mitbringen! Sonnenschutz, -hut und -brille nicht vergessen (und evtl. ein Schutznetz gegen die lästigen Fliegen). Die Ranger raten, die Wanderungen an heißen Tagen bis 11.00 Uhr abgeschlossen zu haben – danach herrscht große Gefahr eines Hitzschlags! 

 

der gefährliche Steig auf den Felsen ist mittlerweile geschlossen

 

Übrigens: einige Abschnitte rund um den Ayers Rock sind bedeutende, heilige Stätten der Aborigines. Dort darf weder Fotografiert noch Gefilmt werden! (Warnschilder weisen darauf hin.) Der gefährliche, steile Pfad, der früher auf den Uluru führte, ist mittlerweile gesperrt – Gott sei Dank! Denn menschliche Füße haben auf dem für die Aborigines so bedeutenden Ayers Rock nichts verloren!

Ein weiteres Must See ist der Sonnenauf- bzw. -untergang am Uluru. Am Talinguru Nyakuntjaku Aussichtsbereich versammeln sich die Massen um am frühen Morgen den Sonnenaufgang und das Farbenspiel des Felsens zu bestaunen. An der gegenüberliegenden Seite des Felsens pilgern die Besucher jeden Abend zu einem Aussichtspunkt um dem Sonnenuntergang entgegenzufiebern. Beides ist ein wahres Erlebnis! (Die Aussichtspunkt sind auch als Sunrise und Sunset Points bekannt.)

Insidertipp: an den Aussichtspunkten herrscht mitunter muntere Volksfeststimmung. Es wird gegrillt und gefeiert. Wer mit einem hohen Van oder Jeep unterwegs ist, könnte sich an den Aussichtspunkten auf das Dach setzen – dann ist die Sicht besser!

 

Sonnenaufgang am Uluru

 

Der Uluru liegt im Uluru-Kata Tjuta Nationalpark. Der Eintrittspreis für den Park beträgt 25AU$ pro Erwachsenen und gilt für 3 Tage. Er erlaubt auch einen Besuch der rund 35km entfernt gelegenen Kata Tjuta. Der Park öffnet täglich eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang und schließt eine halbe Stunde nach Sonnenuntergang – es gibt keine Möglichkeit innerhalb der Parkgrenzen zu übernachten.

Der Nationalpark ist der ‚trubeligste‘ Ort des gesamten Outbacks! (Wobei ‚trubelig‘ hier immer noch ‚recht leer‚ bedeutet …) Wer dennoch den Massen komplett entfliehen möchte, sollte eine Wanderung unternehmen und die Sonnenauf- bzw. -untergang Points meiden.

Am Uluru findet man das große Kulturzentrum/Visitor Center. Hier gibt es Ausstellungen, Informationen, Kartenmaterial, mehrere Souvenirshops und Snackbars.
Das nächst gelegene Servicezentrum liegt im kleinen Örtchen Yulara vor den Toren des Nationalparks. Hier gibt es neben einer Tankstelle auch Hotels, Restaurants und einen kostenpflichtigen Campingplatz.

Camper, die mit dem eigenen Fahrzeug unterwegs sind und nicht auf dem kostenpflichtigen Campingplatz in Yulara stehen möchten, finden ein paar Kilometer außerhalb des Nationalparks viele nette Rastplätze an der Zufahrtsstraße, an denen wild gecamped werden darf. (Sie sind in der Wikicamps & der Campermate App eingetragen.) Viele weitere nützliche Informationen und alles, was du vor einem Roadtrip durch das australische Outback wissen solltest, findest du übrigens hier in diesem separaten Bericht. 

 

roter Fels so weit das Auge reicht
der Ayers Rock mitten im Nirgendwo
der Fels ist voller Furchen und Löcher

 

 

für deinen Roadtrip:

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