Namibias Süden – von Wüsten und Canyons

Am nächsten Tag ging es in die Namib Wüste, eine der ältesten Wüsten der Welt. Die endlosen, kargen Weiten des gelb/grauen Sandes sind unbeschreiblich. Doch hier und da erblickt man Zeichen von Leben. Die Welwitschia mirabilis wächst hier – die älteste Pflanze der Welt. Sie wird bis zu 2000 Jahre alt, ihre langen Blätter schlängeln sich über den heißen Wüstensand. Ein wirklich skuriler Anblick. Wir besuchten auch die „Moon Landscape“, eine unwirtliche Mondlandschaft, die sich bis zum Horizont erstreckt (hier soll angeblich die Mondlandung der Amerikaner gedreht worden sein).

Wir fuhren über den Gaub Pass und durch den Kuiseb Canyon. Die Landschaft war atemberaubend und wirklich sehenswert. Wir ratterten fröhlich der Schotterpiste entlang, als unser Guide plötzlich eine Vollbremsung machte und aufgeregt vor sich hinplapperte. Irgendwas mit „Hoffentlich habe ich es nicht getötet.“ Erschrocken blickten wir uns an und stiegen zögerlich aus dem Bus. Draußen blickte sich unser Guide suchend um und nach wenigen Augenblicken atmete er erleichtert auf und zeigte uns sein vermeintliches „Unfallopfer“: ein klitzekleines, gelbes, perfekt getarntes Chamäleon. Es blickte nervös hin und her und suchte einen sicheren Ausweg aus der aufgeregten Menschentraube, die sich um das kleine Tierchen versammelt hatte. Blitzschnell verwandelte es seine Farbe und lief den nächsten Abhang hinunter. Weg war es.

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